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Mitarbeiterin der Finanzpolizei kontrolliert Behandlungsmaterialien in einem mutmaßlich illegalen Beauty-Studio in Wien.
Die Finanzpolizei hat in Wien ein illegales Beautystudio ausgehoben.
Die Finanzpolizei hat in Wien ein illegales Beautystudio ausgehoben.
BMF/ABB

Finanzpolizei hebt illegales Beauty-Studio in Wiener Wohnung aus

11.09.2026 um 15:27, Stefanie Hermann
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Die Finanzpolizei hebt in Wien ein illegales Beauty-Studio aus. In der Wohnung findet sie Botox, Hyaluron und Mittel für Fettwegbehandlungen.

Die Finanzpolizei hat ein mutmaßlich illegales Beauty-Studio in einer Privatwohnung in Wien-Floridsdorf ausgehoben. Bei der Kontrolle Anfang September haben die Beamten zwei Kundinnen während einer Lippenbehandlung angetroffen. Sichergestellt worden sind unter anderem Botox-Präparate, Hyaluronsäure-Spritzen und Mittel für sogenannte Fettwegbehandlungen. Die 27-jährige Betreiberin ist wegen des Verdachts auf Kurpfuscherei angezeigt worden. Zudem besteht der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug.

Anonymer Hinweis führt Finanzpolizei in Wohnung

Ausgelöst hat die Kontrolle eine anonyme Anzeige. Die Finanzpolizei des Amts für Betrugsbekämpfung hat daraufhin die Privatwohnung im 21. Wiener Gemeindebezirk überprüft. Als die 27-Jährige aus der Russischen Föderation die Tür geöffnet hat, haben die Beamten zwei Kundinnen angetroffen, die gerade eine Lippenbehandlung erhalten haben.

Botox und Hyaluronsäure sichergestellt

In den Räumlichkeiten haben die Einsatzkräfte eine Behandlungsliege sowie zahlreiche Präparate entdeckt. Darunter sind Botox-Präparate, Hyaluronsäure-Spritzen und Mittel für sogenannte Fettwegbehandlungen gewesen. Die Frau soll nicht über die für derartige Eingriffe notwendige medizinische Berechtigung verfügt haben. Laut ihrer eigenen Aussage hat sie die Produkte über eine Online-Plattform bestellt.

Auch Minderjährige könnten behandelt worden sein

Im Zuge der Kontrolle haben sich laut den Behörden auch Hinweise darauf ergeben, dass möglicherweise Minderjährige behandelt wurden. Die Finanzpolizei hat deshalb die Magistratsabteilung Gruppe für Sofortmaßnahmen sowie die Polizei hinzugezogen. Die Polizei hat die vorgefundenen Präparate und Behandlungsmaterialien sichergestellt.

Rund 1.200 Euro Einnahmen pro Woche

Die 27-Jährige soll die Behandlungen bereits seit 2025 angeboten haben. Nach eigenen Angaben hat sie mindestens drei Kundinnen pro Tag behandelt und damit rund 1.200 Euro pro Woche verdient. Sie wurde wegen des Verdachts auf Kurpfuscherei angezeigt.

Verdacht auf Sozialleistungsbetrug

Neben der fehlenden medizinischen Berechtigung beschäftigt die Behörden auch die finanzielle Seite. Das Amt für Betrugsbekämpfung erstattet Anzeige wegen des Verdachts auf Sozialleistungsbetrug. Die Frau soll während ihrer Tätigkeit Notstandshilfe bezogen haben, obwohl sie mit den Behandlungen Einnahmen erzielt haben soll.

Marterbauer warnt vor Gesundheitsrisiko

Finanzminister Markus Marterbauer verweist auf die Folgen für Sozialstaat und Kunden: „Steuerbetrug untergräbt den Sozialstaat und das Vertrauen in unseren Rechtsstaat. Es geht außerdem zu Lasten derjenigen, die ihren ehrlichen Beitrag leisten. In diesem Fall kommt auch noch das Gesundheitsrisiko für die Kundinnen und Kunden hinzu, wenn Behandlungen ohne ausreichende medizinische Kenntnisse durchgeführt werden.“

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