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Marcus Wadsak spricht von einem besonders heftigen Italientief.
Marcus Wadsak: Der Meteorologe verweist auf warmes Mittelmeer und Klimawandel.
Marcus Wadsak: Der Meteorologe verweist auf warmes Mittelmeer und Klimawandel.
APA-Images / First Look / Roman Zach-Kiesling

„Es ist heftig“: Wadsak warnt vor Wetterextremen

11.09.2026 um 09:28, Yunus Emre Kurt
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Nach den schweren Unwettern an der Adria warnt Marcus Wadsak vor zunehmend extremem Wetter. Für den ORF-Meteorologen spielt der Klimawandel eine zentrale Rolle.

Die schweren Unwetter an der oberen Adria sorgen auch bei ORF-Meteorologe Marcus Wadsak für deutliche Worte. Nach Starkregen, Überschwemmungen und einem Todesfall in Norditalien spricht der bekannte Wetterexperte von einem besonders heftigen Italientief. Für Wadsak sind die Ereignisse gleichzeitig ein weiteres Warnsignal dafür, wie sehr sich Wetterextreme durch den menschengemachten Klimawandel verschärfen können.

Wadsak spricht von heftigem Italientief

„Das erste Italientief der Saison ist da und es ist heftig“, schreibt Wadsak, auf Social Media, angesichts der dramatischen Wetterentwicklung in Italien. Die intensiven Regenfälle und Gewitter hätten auch den Süden Österreichs gestreift, doch die deutlich schwereren Folgen seien südlich der Grenze zu beobachten gewesen.

Besonders betroffen waren Regionen rund um Lignano Sabbiadoro und Latisana. Straßen standen unter Wasser, zahlreiche Einsatzkräfte waren gefordert. Für Wadsak zeigen die Ereignisse, wie rasch sich aus einer bekannten Wetterlage ein extremes Unwetter entwickeln kann.

Dabei verweist er nicht nur auf das aktuelle Tiefdruckgebiet, sondern auch auf die Bedingungen, die solche Ereignisse begünstigen.

Warmes Mittelmeer verstärkt Wetterlagen

Wadsak sieht einen deutlichen Zusammenhang zwischen den immer häufiger auftretenden Wetterextremen und dem menschengemachten Klimawandel. Ein besonders warmes Mittelmeer und die hohen Temperaturen des vergangenen Sommers würden bekannte Wetterlagen zusätzlich verstärken.

„Der Klimawandel, warmes Mittelmeer und der heiße Sommer verstärken die lange schon bekannte Wetterlage immer öfter, immer stärker“, erklärt der Meteorologe.

Der physikalische Hintergrund: Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Trifft diese feuchte Luft auf entsprechende Tiefdrucksysteme oder Kaltfronten, können innerhalb kurzer Zeit enorme Niederschlagsmengen fallen. Genau diese Kombination erhöht das Risiko für Starkregen und Überschwemmungen.

Verheerende Folgen an der Adria

Wie gefährlich solche Wetterlagen werden können, zeigte sich in Latisana. Dort geriet eine 83-jährige Frau mit ihrem Auto in eine überflutete Unterführung und kam dabei ums Leben.

Auch im beliebten Urlaubsort Lignano führten die enormen Regenmengen zu massiven Problemen. Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll und Einsatzkräfte standen über Stunden im Dauereinsatz.

Wadsak bezeichnete die Auswirkungen in Italien als „verheerend“. Das Ereignis sei für ihn ein weiteres Beispiel dafür, dass extreme Wetterlagen bei entsprechend hohen Temperaturen noch intensiver ausfallen können.

Wadsak warnt nach extremem Sommer

Der ORF-Meteorologe blickt dabei auch auf den außergewöhnlich heißen Sommer zurück. Diesen bezeichnete er in einem Videobeitrag als „heiß, heißer, einfach extrem“. Die hohen Temperaturen hätten sich nicht auf einzelne Länder beschränkt, sondern große Teile Europas betroffen.

Auch Spanien und Frankreich hätten bereits im Frühjahr unter außergewöhnlichen Hitzewellen gelitten. Wadsak betont deshalb immer wieder, dass Klimaentwicklungen keine Landesgrenzen kennen.

Besonders alarmierend seien für ihn die aktuellen globalen Temperaturdaten. Der August 2026 war nach Angaben des europäischen Klimadienstes Copernicus weltweit der wärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur lag 1,65 Grad über dem vorindustriellen Niveau.

Wadsaks Schlussfolgerung fällt entsprechend deutlich aus: Ohne schnelleren und konsequenteren Klimaschutz müsse mit einer weiteren Verschärfung gerechnet werden. Wetter und Klima würden sich künftig noch stärker verändern, mit Folgen, die weit über einzelne Unwetter hinausgehen.

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