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ORF-Chefin Ingrid Thurnher im ZiB2-Studio nach ihrer Bestellung zur interimistischen Generaldirektorin des ORF.
ORF-Chefin Ingrid Turnher kündigt vollständige Aufklärung der aktuellen Affäre an.
ORF-Chefin Ingrid Turnher kündigt vollständige Aufklärung der aktuellen Affäre an.
Screenshot / ZiB2 / orf.on.at

ORF-Chefin Ingrid Turnher: "Kein Pardon"

13.03.2026 um 11:24, Stefanie Hermann
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Ingrid Thurnher übernimmt nach dem Rücktritt von Roland Weißmann vorläufig die Führung des ORF. Sie verspricht Transparenz und Aufklärung der Vorwürfe.

Der ORF hat eine neue Spitze: Ingrid Thurnher übernimmt nach dem Rücktritt von Roland Weißmann vorläufig die Führung des öffentlich-rechtlichen Medienhauses. Der ORF-Stiftungsrat hat die langjährige Journalistin und Radiodirektorin einstimmig mit der Geschäftsführung betraut. Die Entscheidung fällt in einer besonders turbulenten Phase für den Sender.

Rücktritt: Ingrid Thurnher folgt auf Roland Weißmann

Der Wechsel an der Spitze des ORF wurde notwendig, nachdem Generaldirektor Roland Weißmann zurückgetreten ist. Hintergrund sind Vorwürfe rund um mögliches Fehlverhalten gegenüber einer Mitarbeiterin. Weißmann weist die Anschuldigungen zurück, dennoch hat die Affäre den ORF in eine schwere Krise gestürzt.

Die neue interimistische Chefin Ingrid Thurnher steht damit vor einer schwierigen Aufgabe: Sie soll das Vertrauen in den Sender wieder herstellen und die Aufarbeitung der Vorwürfe organisieren.

Ingrid Thurnher kündigt vollständige Aufklärung an

Im ersten Interview nach ihrer Bestellung findet Ingrid Thurnher klare Worte gefunden. Sie spricht von einer „Herkulesaufgabe“, den ORF wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

„Bevor wir nicht ein klares Bild haben, kann man nichts machen“, sagt Thurnher in der ZIB2. Die interne Compliance-Abteilung untersucht die Vorwürfe, zusätzlich sollen externe Expertinnen und Experten eingebunden werden. Nur so könne eine unabhängige Aufklärung gewährleistet werden.

Kein Pardon bei Machtmissbrauch

Besonders wichtig ist der neuen ORF-Chefin Transparenz. Sie verspricht eine vollständige Offenlegung der Vorgänge rund um die aktuelle Affäre. „Wenn es hier Machtmissbrauch gibt, dann werde ich sehr genau hinschauen“, betont Thurnher. Sollte sich Fehlverhalten bestätigen, werde es Konsequenzen geben. Ziel sei ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vertrauen des Publikums im Mittelpunkt

Für Ingrid Thurnher steht vor allem das Vertrauen des Publikums im Mittelpunkt. Der ORF müsse zeigen, dass er professionell und unabhängig arbeitet. „Unser Kapital ist das Vertrauen des Publikums“, sagt sie. Dieses Vertrauen wolle sie gemeinsam mit der Belegschaft wieder stärken.

Bewerbung für dauerhafte ORF-Spitze offen

Ob Ingrid Thurnher auch dauerhaft an der Spitze des ORF bleiben will, ist derzeit offen. Für die Position des Generaldirektors ist ein zweistufiges Ausschreibungsverfahren geplant. Eine Entscheidung über die langfristige Führung des ORF wird daher erst später fallen.

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