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Die Sonne vor Gräsern.
Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff.
Die Hitzewelle hat Europa fest im Griff.
APA/dpa

Hitzewelle in Europa: Mehr als 200 Tote in Spanien

25.06.2026 um 14:25, APA, Red
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Rekordhitze fordert in Europa immer mehr Opfer: In Spanien starben über 200 Menschen, Frankreich meldet die wärmste Nacht seit seit Beginn der Aufzeichnungen.

Wegen der Rekordhitze in großen Teilen Europas sind in Spanien in den vergangenen Tagen nach Behördenangaben mehr als 200 Menschen gestorben. Mindestens 212 Todesfälle zwischen Sonntag und Mittwoch könnten den extremen Temperaturen zugeordnet werden, erklärte das Gesundheitsinstitut Carlos III. am Donnerstag. In Frankreich gab es indes neue Temperaturrekorde. 

 

Spanien: 3.832 Hitze-Tote im Sommer 2025

Die Schätzung in Spanien basiert auf einer Datenbank, mit der die aktuellen täglichen Sterbefälle mit statistischen Daten aus der Vergangenheit abgeglichen werden. Insgesamt gab es in Spanien demnach zwischen Mitte Mai und Ende September vergangenen Jahres 3.832 Hitze-Tote.

Frankreich erlebt wärmste Nacht

Indes stellt die massive Hitzewelle in Frankreich immer neue Rekorde auf: Mit einer durchschnittlichen Mindesttemperatur von 22 Grad hat das Land in der Nacht zum Donnerstag zum zweiten Mal in kurzer Folge die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Der vorherige Höchstwert war mit 21,6 Grad erst in der Nacht zum Dienstag erreicht worden. Dienstag und Mittwoch waren zudem die heißesten Tage seit Aufzeichnungsbeginn.

Paris: 3-Jähriger stirbt in Auto

Am Mittwochnachmittag starb ein Dreijähriger nahe Paris im Auto seiner Eltern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war das Kind in einem unbeobachteten Moment selbstständig in das Auto geklettert. Da die Kindersicherung aktiviert war, konnte es anschließend nicht wieder hinaus. In der Sonne heizen sich Autos rasend schnell auf, sodass der Tod durch Hitzschlag droht.

Krankenhäuser stocken Personal auf

Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu rief die höchste Bereitschaftsstufe für das Gesundheitssystem des Landes aus. Ziel sei es, "dem Gesundheitssystem zu ermöglichen, auf Dauer durchzuhalten und die Verwundbarsten zu schützen", erklärte er. Unter anderem soll das Krankenhauspersonal aufgestockt werden, nicht notwendige Operationen können verschoben werden.

Höchste Warnstufe ausgerufen

Derzeit gilt in 72 von 101 französischen Départements die höchste Warnstufe - damit sind so viele Départements betroffen wie nie zuvor. In Paris war das Thermometer am Mittwoch auf 40,3 Grad geklettert. Es war erst das vierte Mal in 150 Jahren, dass in der Hauptstadt die 40-Grad-Marke überschritten wurde. Die landesweit höchste Temperatur wurde mit 43,8 Grad im Westen des Landes gemessen.

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