Durchsuchung bei MA35: Mitarbeiterin unter schwerem Verdacht
- Ermittler durchsuchten Büro in der MA 35
- MA 35 zieht erste Konsequenzen
- Verdacht der Vorteilsannahme
- MA 35 stand wiederholt in der Kritik
Ermittler haben am Dienstag das Büro einer Mitarbeiterin der Wiener Einwanderungsbehörde MA 35 durchsucht. Im Raum steht der Verdacht der Vorteilsannahme. Die Mitarbeiterin ist derzeit nicht im Dienst, die MA 35 arbeitet nach eigenen Angaben mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Ermittler durchsuchten Büro in der MA 35
Die Durchsuchung fand in der Zentrale der für Einwanderung und Staatsbürgerschaft zuständigen MA 35 in der Dresdner Straße in Wien-Brigittenau statt. Ermittler stellten mehrere Gegenstände sowie ein Dienstgerät sicher.
Gegenüber dem ORF Wien hat die MA35 den Einsatz mittlerweile bestätigt. Im Rahmen eines Amtshilfeersuchens habe man Zugang zu den betreffenden Räumlichkeiten und dienstlichen Geräten gewährt.
MA 35 zieht erste Konsequenzen
„Es wurden sofort erste Konsequenzen gezogen: Die Mitarbeiterin ist nicht im Dienst. Wir arbeiten eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen, da die Vorwürfe lückenlos aufgeklärt werden müssen“, erklärt eine Sprecherin der MA 35 gegenüber dem ORF. Weitere Details nannte die Behörde nicht.
Verdacht der Vorteilsannahme
Laut Kronen Zeitung geht es um den Verdacht eines Verstoßes gegen Paragraf 305 des Strafgesetzbuches. Die Bestimmung betrifft die Vorteilsannahme durch Amtsträger im Zusammenhang mit einem Amtsgeschäft.
Der Verdacht könnte mit Einbürgerungen zusammenhängen. Für die Mitarbeiterin gilt die Unschuldsvermutung.
MA 35 stand wiederholt in der Kritik
Die MA 35 war in den vergangenen Jahren wiederholt wegen langer Verfahrensdauern und zahlreicher Beschwerden in der Kritik. Medien berichteten von Wartezeiten von bis zu 57 Monaten und rund 1.200 Beschwerden im Jahr 2021.