Heizöl massiv teurer: Was Haushalte jetzt wissen müssen
- Heizöl kostet rund 1,90 Euro pro Liter
- Heizöl erreichte neuen Höchststand
- Keine rasche Entspannung in Sicht
- AK fordert Heizölpreisbremse
- AK verlangt mehr Transparenz bei Heizölpreisen
Kurz vor Beginn der Heizsaison müssen sich viele Haushalte auf enorme Kosten einstellen. Der Preis für Heizöl ist innerhalb eines Jahres um rund 80 Prozent gestiegen. Aktuell werden knapp 1,90 Euro pro Liter verlangt. Wer seinen Tank jetzt mit 3.000 Litern füllt, muss mit einer Rechnung von rund 5.700 Euro rechnen.
Heizöl kostet rund 1,90 Euro pro Liter
Besonders drastisch zeigt sich die Entwicklung im Jahresvergleich. In Kärnten lag der durchschnittliche Heizölpreis am 23. September bei 1,893 Euro pro Liter. Vor einem Jahr kostete ein Liter noch rund 1,06 Euro. Damit ist Heizöl binnen eines Jahres um knapp 80 Prozent teurer geworden.
Für einen Haushalt mit einer Bestellung von 3.000 Litern bedeutet das Mehrkosten von rund 2.500 Euro gegenüber September 2025.
Heizöl: Die wichtigsten Zahlen
- 1,893 Euro kostete ein Liter Heizöl am 23. September in Kärnten.
- 1,931 Euro pro Liter markierten am 16. September einen neuen Höchststand.
- 5.700 Euro kostet eine Bestellung von 3.000 Litern derzeit rund.
- 2.500 Euro mehr kostet diese Menge gegenüber September 2025.
Heizöl erreichte neuen Höchststand
Nach einer Entspannung der Preise im Mai und Juni hat sich die Lage im Sommer deutlich geändert. Am 16. September hat der durchschnittliche Heizölpreis mit 1,931 Euro pro Liter einen neuen Höchststand erreicht. Eine Woche später liegt er mit 1,893 Euro zwar etwas darunter, bleibt aber auf sehr hohem Niveau.
Wann der Tank gefüllt wird, war bei Heizöl schon immer auch eine Preisfrage. In Hoffnung auf günstigere Preise haben viel Haushalte zugewartet. Genau das könnte jetzt aber zum Bumerang werden: Kurz vor der Heizsaison ist die Nachfrage hoch, gleichzeitig schwanken die Preise stark.
Keine rasche Entspannung in Sicht
Wie sich der Preis für Heizöl in den kommenden Wochen entwickeln wird, lässt sich aktuell kaum vorhersagen. Die Arbeiterkammer geht davon aus, dass die Preise zunächst auf dem hohen Niveau bleiben oder bei einer weiteren Verknappung des Angebots sogar noch steigen könnten.
AK fordert Heizölpreisbremse
Angesichts der hohen Belastung fordert die Arbeiterkammer Kärnten politische Entlastungsmaßnahmen. AK-Präsident Günther Goach verlangt einen höheren und stärker auf unterschiedliche Heizsysteme abgestimmten Heizkostenzuschuss für Menschen mit niedrigem Einkommen.
Zusätzlich fordert die AK eine „Heizölpreisbremse“, die ähnlich wie die sogenannte Spritpreisbremse für Entlastung sorgen soll. Auch die Preisbildung soll stärker kontrolliert werden. „Preisaufschläge müssen nachvollziehbar sein. Es muss klar sein, wie sich der Endkundenpreis zusammensetzt und ob Preiserhöhungen tatsächlich durch höhere Beschaffungskosten gerechtfertigt sind“, betont AK-Wirtschaftsexperte Jürgen Kopeinig.
Heizöl kaufen
- Vor der Bestellung mehrere Händler vergleichen.
- Wegen der täglichen Schwankungen den aktuellen Preis direkt beim Anbieter erfragen.
- Die wöchentlich aktualisierten Preise im Heizölbarometer prüfen.
AK empfiehlt Preisvergleich
Wer seinen Heizöltank jetzt auffüllen muss, sollte laut Arbeiterkammer mehrere Angebote vergleichen. Die AK Kärnten veröffentlicht jeden Mittwoch eine aktualisierte Übersicht mit Preisen ausgewählter Heizölhändler. Da sich die Preise täglich ändern können, empfiehlt sie außerdem, unmittelbar vor der Bestellung beim jeweiligen Händler nach dem aktuellen Preis zu fragen.