Halloween-Süßigkeiten manipuliert: Jetzt kommt die überraschende Wende
- Halloween-Süßigkeiten: Kinder manipulierten Naschereien selbst
- Online-Challenge im Visier der Ermittler
- 21 Fälle von manipulierten Halloween-Süßigkeiten
- Polizei warnt vor strafrechtlichen Konsequenzen
Überraschende Wende bei den manipulierten Halloween-Süßigkeiten in Österreich: Nach zahlreichen Meldungen über Nadeln, Schrauben und andere Metallgegenstände in Naschereien hat die Polizei erste Fälle aufgeklärt. In vier der bislang 21 gemeldeten Verdachtsfälle dürften die Kinder ihre Süßigkeiten selbst präpariert haben. In einem Fall soll eine Online-Challenge dahinterstecken.
Halloween-Süßigkeiten: Kinder manipulierten Naschereien selbst
Wie das Bundeskriminalamt am Donnerstag, 5. November, bekannt gab, konnten vier Fälle innerhalb weniger Tage geklärt werden. Zwei davon ereigneten sich in der Steiermark, einer in Wien und einer in Oberösterreich.
In allen vier Fällen dürften die betroffenen Kinder selbst für die Manipulationen verantwortlich gewesen sein. Drei wollten offenbar ihre Eltern erschrecken. Im vierten Fall dürfte eine sogenannte Online-Challenge der Auslöser gewesen sein. Ziel war es laut Bundeskriminalamt, die Polizei bewusst in die Irre zu führen.
Online-Challenge im Visier der Ermittler
Bereits zu Beginn der Ermittlungen vermutete die Polizei, dass das Internet bei der Verbreitung und Nachahmung solcher Aktionen eine Rolle spielen könnte. Der inzwischen geklärte Fall mit mutmaßlichem Challenge-Hintergrund erhärtet diesen Verdacht.
Ob weitere Manipulationen auf entsprechende Internetaufrufe zurückzuführen sind, ist allerdings noch offen. Auch mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen werden untersucht.
21 Fälle von manipulierten Halloween-Süßigkeiten
Österreichweit wurden bis Donnerstagmorgen 21 Verdachtsfälle gemeldet. Die meisten davon betreffen die Steiermark mit sieben Anzeigen. In Niederösterreich wurden sechs Fälle registriert, in Oberösterreich vier, in Wien drei und in Salzburg einer.
Die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe „Treat“ im Bundeskriminalamt koordiniert seit Dienstag die bundesweiten Untersuchungen. Gemeinsam mit den Landeskriminalämtern werden Hinweise ausgewertet und mögliche Verbindungen geprüft.
Die bisherigen Ergebnisse lassen ausdrücklich keine Rückschlüsse auf die übrigen 17 Fälle zu.
Polizei warnt vor strafrechtlichen Konsequenzen
Das Bundeskriminalamt warnt eindringlich davor, manipulierte Halloween-Süßigkeiten als harmlosen Scherz zu betrachten oder entsprechende Online-Challenges nachzuahmen.
Wer andere bewusst in Angst versetzt oder durch solche Aktionen Polizeieinsätze auslöst, muss je nach Sachverhalt mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. In Österreich sind Jugendliche grundsätzlich ab 14 Jahren strafmündig.
Die Ermittlungen zu den noch ungeklärten Fällen laufen weiter. Ob auch dort Kinder selbst verantwortlich waren oder tatsächlich Dritte Süßigkeiten manipuliert haben, ist derzeit offen.