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Frank Stronach in Österreich, im Hinterrund der Stephansdom.
Frank Stronach werden unter anderem Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe vorgeworfen.
Frank Stronach werden unter anderem Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe vorgeworfen.
Starpix / picturedesk.com

Frank Stronach (91) in Kanada verhaftet!

08.06.2024 um 08:39, Stefanie Hermann
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Austro-Milliardär Frank Stronach (91) ist in Kanada kurzzeitig verhaftet worden. Dem Magna-Gründer wird Vergewaltigung vorgeworfen.

Magna-Gründer Frank Stronach ist gestern in Kanada verhaftet worden, wie internationale Nachrichtenagenturen und Medien berichten. Mittlerweile hat die kanadische Polizei bestätigt: Der 91-Jährige wurde wegen mehrerer schwerer Vergehen im Torontoer Vorort Aurora festgenommen.

Schwere Vorwürfe

Gleich fünf Verbrechen sollen es sein, die dem austro-kanadischen Milliardär vorgeworfen werden. Ermittelt wird wegen Vergewaltigung, unsittlichen Angriffs auf eine Frau, sexuelle Nötigung und Freiheitsberaubung. Die Straftaten sollen von den 1980er Jahren bis zum vergangenen Jahr reichen.

Zum Schutz der Opfer hält sich die Polizei bezüglich der Details zum Vorgang und der Betroffenen bedeckt. Wie ein Polizei-Sprecher gegenüber der Associated Press bestätigt, gebe es mehr als einen Ankläger bzw. ein Opfer. Die genaue Zahl wolle man aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. "Offensichtlich handelt es sich um einen hochkarätigen Fall. Unsere Sondereinheit für Opfer ist verpflichtet, die Opfer zu schützen, deshalb bleiben wir vage", so der Sprecher.

Wieder auf freiem Fuß

Mittlerweile ist Stronach wieder auf freiem Fuß – unter Auflagen. Er wird sich zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht in Brampton im Bundesstaat Ontario verantworten müssen. Die Polizei bittet unterdessen die Öffentlichkeit um sachdienliche Informationen.

 

Stronach streitet ab

Stronach selbst weist die Vorwürfe zurück, wie er über seinen Anwalt ausrichten lässt. "Herr Stronach streitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe kategorisch ab. Er freut sich auf die Gelegenheit, sich umfassend zu den Vorwürfen zu äußern und sein Erbe sowohl als Philanthrop als auch als Ikone der kanadischen Geschäftswelt aufrechtzuerhalten", so sein Verteidiger Brian Greenspan in einer Erklärung.

Magna will von den Vorwürfen nichts gewusst haben. Man habe davon aus den Medien erfahren, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Seit der Abgabe seiner Agenden 2010 habe Stronach keine Verbindung mehr zum Unternehmen, ist man um Schadensbegrenzung bemüht.

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