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Angeklagte im Fall Fabian (8) aus Güstrow verdeckt ihr Gesicht im Gerichtssaal beim Prozessauftakt in Rostock
Prozess im Fall Fabian (8) aus Güstrow: Die angeklagte Ex-Freundin des Vaters verdeckt beim Auftakt am Landgericht Rostock ihr Gesicht vor Kameras.
Prozess im Fall Fabian (8) aus Güstrow: Die angeklagte Ex-Freundin des Vaters verdeckt beim Auftakt am Landgericht Rostock ihr Gesicht vor Kameras.
APA-Images / dpa / Bernd Wüstneck

Fall Fabian (8†) aus Güstrow: Motiv kommt ans Licht

28.04.2026 um 13:37, Jovana Borojevic
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Fall Fabian (8†) aus Güstrow: Der Mordprozess hat begonnen. Die Ex-Freundin des Vaters steht im Verdacht, den Achtjährigen getötet zu haben.

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Der Fall Fabian (8†) aus Güstrow hat ganz Deutschland erschüttert. Nun hat am Landgericht Rostock der Prozess gegen die Ex-Freundin seines Vaters begonnen. Die 30-Jährige steht unter Mordverdacht. Wie Bild berichtet vertritt die Staatsanwaltschaft die Meinung, dass die Angeklagte den Achtjährigen aus Eifersucht getötet haben soll.

Die grausame Tat im Fall Fabian (8†) aus Güstrow

Im Oktober 2025 verschwand Fabian aus seinem Zuhause in Güstrow. Vier Tage später wurde er tot aufgefunden. Er war erstochen worden und die Leiche wurde anschließend an einem abgelegenen Ort nahe Klein Upahl verbrannt. Der Fall Fabian aus Güstrow sorgte bundesweit für Entsetzen. Die Ermittlungen führten zur ehemaligen Partnerin seines Vaters.

Tathergang laut Anklage

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Angeklagte den Jungen gezielt abgeholt haben. Fabian war krank und allein zu Hause. Die Angeklagte soll ihn mit ihrem Auto in ein Waldgebiet gebracht haben. Dort soll sie mit einem Messer mehrfach zugestochen haben. Insgesamt soll es mindestens sechs Stiche gegeben haben, zwei davon direkt ins Herz. Anschließend soll sie den Tatort verlassen und später zurückgekehrt sein, um die Leiche anzuzünden.

Motiv: Eifersucht und Trennung

Im Mittelpunkt steht laut Anklage die gescheiterte Beziehung zum Vater des Kindes. Dieser hatte die Beziehung kurz zuvor beendet, um den Kontakt zu seinem Sohn nicht zu gefährden. Im Fall Fabian aus Güstrow geht die Staatsanwaltschaft laut Bild-Berichten davon aus, dass die Angeklagte die Trennung nicht akzeptieren konnte und das Kind als Auslöser des Konflikts sah. Laut Staatsanwaltschaft hat die Angeklagte den Mord begangen um „den Streitpunkt mit Fabians Vater begraben“.

Angeklagte schweigt vor Gericht

Zum Prozessauftakt machte die Angeklagte keine Angaben zur Sache. Über ihren Anwalt ließ sie mitteilen, dass sie sich nicht äußern werde. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage angesetzt, mehr als 60 Zeugen sollen gehört werden. Für die Familie des Opfers geht es nun um Aufklärung und Gerechtigkeit.

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