Schwere Schäden: Tornado fegt über deutsche Stadt
Ein heftiges Unwetter hat am Sonntagabend in der norddeutschen Kleinstadt Glückstadt im Bundesland Schleswig-Holstein sowie in den umliegenden Gemeinden schwere Verwüstungen angerichtet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt offiziell, dass ein Tornado über das Gebiet gezogen ist. Nach ersten Schätzungen der Polizeidirektion Itzehoe wurden etwa 40 bis 50 Gebäude beschädigt. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.
Abgedeckte Dächer und schwere Schäden im Industriegebiet
Besonders hart traf es ein Industriegebiet in Glückstadt sowie die Temming-Siedlung und die Gemeinde Engelbrechtsche Wildnis. Im Industriegebiet deckte der Sturm das Dach einer Produktionshalle nahezu komplett ab; umherfliegende Trümmer beschädigten umliegende Gebäude massiv. In den Wohngebieten wurden Reihenhäuser, Garagen und Gartenhütten zerstört. Sven Thießen, Wehrführer der Glückstädter Feuerwehr, berichtet: „Teilweise flogen Einzelteile bis zu 100 Meter durch die Luft.“ Zudem beschädigte das Unwetter eine Oberleitung der Bahn, was zu Einschränkungen im Zugverkehr führte.
Großaufgebot von Feuerwehr und THW bei den Aufräumarbeiten
Die Einsatzkräfte wurden gegen 19:00 Uhr alarmiert. Aufgrund der Vielzahl der Notrufe forderten die lokalen Kräfte Unterstützung durch die Kreisfeuerwehrbereitschaft Steinburg sowie das Technische Hilfswerk (THW) aus Elmshorn und Itzehoe an. In der Spitze befanden sich rund 120 Helfer im Einsatz, um Dächer provisorisch abzudichten und die Trümmer zu beseitigen. Der Gesamtschaden wird im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich geschätzt.