Corona-Impfung: Erst zwei bestätigte Todesfälle durch Impfung

Beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) gingen bis zum 11. Februar rund 47.000 Meldungen zu vermuteten Nebenwirkungen der Corona-Impfung ein.
Autor: Patrick Deutsch, 21.02.2022 um 09:50 Uhr

Der Großteil der Meldungen betraf die ohnehin zu erwartenden Nebenwirkungen (z. B. Kopfweh, Fieber, Müdigkeit und Schmerzen an der Einstichstelle), die schon bei den klinischen Studien beschrieben wurden. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wurden in Österreich bereits über 17,8 Millionen Dosen verimpft. Die überwiegende Mehrheit der Meldungen (25.950) betraf die Altersgruppe zwischen 18 und 44 Jahren.

Aus diesen Zahlen ergibt sich eine Melderate (Meldungen pro 1.000 Impfungen) von 2,65. Während der Impfstoff von BioNTech/Pfizer mit 1,56 den niedrigsten Wert liefert, verzeichnete der Impfstoff von AstraZeneca die höchste Melderate (11,98). Die gemeldeten Impfreaktionen stimmen größtenteils mit den Daten aus den klinischen Studien überein: Neben Reaktionen an der Einstichstelle zählen Kopfschmerzen oder Müdigkeit (je 53 Prozent), Muskelschmerzen oder Unwohlsein (44 Prozent), Fiebrigkeit (33 Prozent), Gelenkschmerzen (26 Prozent), Schüttelfrost (32 Prozent) und Fieber über 38 Grad (8 Prozent) zu den häufigsten Impreaktionen.

Zwei bestätigte Todesfälle

In diversen Telegram-Gruppen werden immer wieder unglaubliche Zahlen propagiert, die sowohl die Art der Nebenwirkungen, als auch mögliche Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Impfung betreffen. Dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) wurden bis zum 11. Februar 263 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung (200 BioNTech/Pfizer, 25 Moderna, 35 AstraZeneca und 3 Janssen). Bei lediglich zwei Fällen wird derzeit ein Zusammenhang mit der Impfung gesehen. 200 dieser Fälle (145 BioNTech/Pfizer, 22 Moderna, 31 AstraZeneca und 2 Janssen) sind noch in Abklärung oder es konnten keine weiteren Informationen eingeholt werden. Die Untersuchungen, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt, laufen weiter.

Hintergrundinzidenz

Das BASG weist in dem Bericht zudem auf Folgendes hin: „Da speziell am Beginn der Impfaktion hauptsächlich hochbetagte Personen geimpft wurden, war damit zu rechnen, dass in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung auch natürlich bedingte, d.h. nicht impf-bedingte gesundheitliche Ereignisse erwartungsgemäß auftreten. Der Erwartungswert der Zahl der Todesfälle eine Woche nach Impfung beträgt bei Risikopersonen im Alter von 80 Jahren und älter 3,5 pro 1000. Basierend auf dieser sogenannten Hintergrundinzidenz ist mit einem Todesfall pro 290 Personen dieser Altersgruppe innerhalb einer Woche, unabhängig von einer Impfung, zu rechnen.“