Bauernregel für den Jänner: So wird das Wetter im Sommer
- Jänner ist ein gutes Omen
- Wetter zum Antonitag und Lorenzitag
- Prognosen für den 17. Jänner 2026
- Was ist dran an den Bauernregeln?
Der Jänner gilt in der bäuerlichen Wetterkunde seit Generationen als richtungsweisender Monat für den Verlauf des gesamten Jahres. Neben der mehrwöchigen Betrachtung des Schlüsselmonats gibt es aber zudem einen Tag, der besonders hervorsticht: Am 17. Jänner rückt der Antonitag in den Fokus. Gleich mehrere Bauernregeln verknüpfen diesen Termin mit der Witterung im weiteren Jahresverlauf und im Hochsommer.
Bauernregel: Jänner ist ein gutes Omen
Auch wenn aktuell viele unter den eisigen Temperaturen stöhnen: Ein klassischer Wintermonat mit Schnee, anhaltender Kälte und klaren Nächten ist langfristig ein gutes Zeichen für das Wetter. Ist der Jänner kalt, steht ein ausgeglichenes Wetterjahr ins Haus.
Starkes Winterwetter mit Frost, Eis und geschlossener Schneedecke gilt sogar als positives Vorzeichen für die Landwirtschaft. „Klirrt im Januar Eis und Schnee, gibt es zur Ernte viel Korn und Klee.“ Eine weitere Regel stellt den Zusammenhang zwischen einem hellen, verschneiten Monat und der Hitze im Sommer her: „Ist der Jänner hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.“
Ein gleichmäßiger Wechsel der Jahreszeiten, gute Ernten und stabile Witterungsverhältnisse lassen die bibberkalten Temperaturen damit gar nicht mehr so schlimm erscheinen. Ein ungewöhnlich milder und nasser Jänner hingegen würde laut Bauernregeln ein unbeständiges Jahr mit häufigen Wetterumschwüngen ankündigen.
Ist der Jänner hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.
Wetter zum Antonitag und Lorenzitag
Eine ganz besondere Rolle in der traditionellen Witterungsdeutung nimmt der 17. Jänner als Antonitag ein. Mehrere Regeln verbinden diesen Tag direkt mit dem 10. August, der dem Heiligen Laurentius als Lorenzitag gewidmet ist. Die Regel: „Große Kält‘ am Antonitag, große Hitz‘ am Lorenzitag.“
Alternativ kann man sich laut dem 100-jährigen Kalender auch an der Niederschlagsmenge orientieren: „Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt’s ein trockenes Jahr.“
Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt’s ein trockenes Jahr.
Prognosen für den 17. Jänner 2026
Am 17. Jänner, dem Tag des heiligen Antonius, dürfte sich Österreichs Winter von seiner klassischen Seite zeigen: kalt, stellenweise neblig, da und dort mit etwas Sonne. Während Frost und Hochnebel im Osten den Winter festhalten, blitzt im Westen bereits Hoffnung auf milderes Wetter durch.
Schnee bleibt weitgehend aus, was die alte Weisheit „Antonius mit dem Flockenhut, tut dem Korn und Wein gut“ nur halb erfüllt. Kein strenger Schneetag, aber auch kein Frühlingsbote lässt der Antonitag gemäß Bauernregeln auf ein gutes Jahr hoffen.
Was ist dran an den Bauernregeln?
Prinzipiell betonen Meteorologen, dass es nicht möglich ist, das Wetter anhand eines einzigen Tages abzuleiten. Die meisten Bauernregeln fußen aber auf jahrhundertelangen Naturbeobachtungen.
Und: Die Vorstellung, dass ein kalter Jänner für gute Ernten sorgt, hat tatsächlich Hand und Fuß. Sind die Temperaturen tief genug, haben Schädlinge weniger Chancen, den Winter zu überstehen. Ein aktuelles Beispiel ist etwa auch die erwartete Population an Tigermücken im kommenden Sommer. War 2025 geprägt von einer regelrechten Mückeninvasion, sind Experten heuer guter Dinge, dass die Larven die anhaltenden Minustemperaturen nicht überstanden haben.