Trotz Krieg und Klimakrise: Airpower 2022 findet statt

2019 fand in Zeltweg die letzte Airpower statt. Für heuer ist die nächste Show geplant und die soll, trotz Ukrainekrieg und Klimakrise, auch stattfinden. Das hat Verteidigungsministerin Claudia Tanner bekanntgegeben.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 29.04.2022 um 09:14 Uhr

Die Flugshow des österreichischen Bundesheeres gibt es seit 1997, damals noch unter dem Namen Internationaler Flugtag. Seit 2003 nennt sich die Show "Airpower" und findet in unregelmäßigen Abständen im steirischen Zeltweg statt. Die letzte Airpower wurde 2019, also vor der Corona-Pandemie veranstaltet. Heuer ist die nächste Show geplant und die soll stattfinden.

Flugshow mit weniger CO2-Ausstoß

Bis vor kurzem war es unklar, ob angesichts des Ukrainekrieges und der Klimakrise diese Show überhaupt noch stattfinden kann. Diesen Spekulationen hat Verteidigungsministerin Claudia Tanner nun bei einer Pressekonferenz ein Ende gemacht. Die Airpower 2022 findet im September statt und wird eine Flugshow mit rund 30-Prozent weniger CO2-Ausstoß. Veranstaltet wird die Airpower 2022 von Bundesheer, Land Steiermark und Red Bull.

Das neue Konzept soll Nachhaltigkeit und Klimaschutz bringen. So soll die Anreise nach Zeltweg mit Öffis schmackhaft gemacht werden. Damit soll rund 30 Prozent CO2-Ausstoß eingespart werden. Beim Fluggerät sind solche Einsparungen nämlich eher schwer zu erreichen. Die Verteidigungsministerin rechnet mit rund 300.000 Besuchern an den zwei Tagen.

Kritik von allen Seiten, aber auch Zustimmung

Während ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer von einem richtigen Signal spricht, hagelt es Kritik von allen Seiten. SPÖ, KPÖ, Grüne und NEOS kritisieren die Abhaltung der "Leistungsschau" vor dem Hintergrund eines Angriffkrieges in Europa und der Klimakrise. Da hilft auch eine CO2-Einsparung wenig. Auch Gemeindevertreter aus dem Murtal zeigen sich verwundert, denn die Städte Zeltweg, Spielberg, Fohnsdorf und Judenburg hätten zumindest eine Verschiebung favorisiert.

Für die Abhaltung der Show ist, neben der ÖVP, auch die FPÖ. Sie spricht von einer positiven Wertschöpfung für das gesamte Murtal und davon, dass man sich dem Druck nicht gebeugt hat.