Beliebtes Urlaubsland: Jetzt Hunderte Flüge gestrichen
- Ätna-Ausbruch trifft Siziliens Tourismus hart
- Flugchaos erfasst Siziliens Flughäfen
- Entspannung der Lage ist derzeit nicht absehbar
- Aschewolke entscheidet über den Flugverkehr
- Am Flughafen kehrt etwas Ruhe ein
- Politischer Streit um Catanias Flughafen
Der Ausbruch des Ätna verursacht auf Sizilien hohe wirtschaftliche Schäden. Nach Schätzungen des Handelsverbands Assoesercenti belaufen sich die Verluste für den Tourismussektor inzwischen auf etwa 24 Millionen Euro. Gleichzeitig bleibt der Flughafen Catania-Fontanarossa wegen der Vulkanasche bis Freitag um 2.00 Uhr geschlossen. Von Freitag bis Dienstag wurden bis einschließlich 12. August rund 700 Flüge gestrichen.
Ätna-Ausbruch trifft Siziliens Tourismus hart
Mehr als 400 weitere Verbindungen mussten auf andere Flughäfen verlegt oder dort neu organisiert werden. Besonders betroffen sind die Flughäfen Palermo, Comiso und Trapani. Mehr als 330 Flüge wurden nach Palermo umgeleitet, mehr als 100 nach Comiso und 22 nach Trapani.
Flugchaos erfasst Siziliens Flughäfen
Auch Comiso musste wegen einer Verunreinigung durch Vulkanasche vorübergehend für rund zwölf Stunden geschlossen werden. Zehntausende Passagiere waren von den Ausfällen betroffen, viele mussten auf Busse und Züge ausweichen, um die Insel verlassen zu können.
Entspannung der Lage ist derzeit nicht absehbar
Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht absehbar. "Wir können nicht wissen, wie lange die Aktivität des Ätna dauern wird", sagte Stefano Branca, Direktor der Vulkanabteilung des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV). Mithilfe der Überwachungssysteme lasse sich der Beginn einer Aktivität vorhersagen, nicht aber deren Ende.
Aschewolke entscheidet über den Flugverkehr
Entscheidend für den Flugverkehr bleibt die Windrichtung. Die Aschewolke hat sich bereits bis nach Malta und Nordafrika ausgebreitet. Solange die Winde die Wolke in Richtung Süden und damit zum Flughafen Catania treiben, dürfte der Flugbetrieb beeinträchtigt bleiben.
Am Flughafen kehrt etwas Ruhe ein
Am Flughafen Fontanarossa hat sich die Lage nach den chaotischen Szenen der vergangenen Tage inzwischen etwas beruhigt. Die Betreiber arbeiten nach eigenen Angaben mit den Behörden, dem Katastrophenschutz und den anderen sizilianischen Flughäfen daran, den Fluggesellschaften möglichst viele Verbindungen zu ermöglichen und die betroffenen Passagiere zu unterstützen. Die außergewöhnliche Situation während der Hauptreisezeit erfordere die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Politischer Streit um Catanias Flughafen
Derweil nimmt die politische Debatte über die Anfälligkeit des Flughafens Catania zu. Zivilschutzminister Nello Musumeci sagte mit Blick auf die wiederkehrenden Probleme durch Vulkanasche: "Nicht der Ätna ist am falschen Ort, sondern der Flughafen." Als früherer Präsident der Provinz Catania habe er bereits eine mögliche Verlagerung des Flughafens zwischen Catania und Enna vorgeschlagen. Die Opposition kritisierte dagegen das Krisenmanagement der Regionalregierung. Der sizilianische Sozialdemokratenchef Anthony Barbagallo bezeichnete es als "inkompetent und unzureichend".