Betrieb eingeschränkt: Mann stürzt auf Gleise
Ein dramatischer Zwischenfall sorgte am Dienstagvormittag in Wien-Meidling für Aufsehen. Ein 51-jähriger Mann stürzte in der Station Längenfeldgasse in den Gleisbereich, was beinahe zu einem schweren U-Bahn-Unfall im Bereich der U4 geführt hätte. Dank des beherzten Eingreifens von Augenzeugen und der schnellen Reaktion des Fahrpersonals konnte eine Katastrophe im letzten Moment verhindert werden. Der Betrieb wurde dadurch beeinträchtigt.
Rettung in die Fluchtnische
Nachdem der Mann den Halt auf dem Bahnsteig verloren hatte und in die Tiefe gestürzt war, erkannte er die drohende Gefahr durch die einfahrende Garnitur sofort. Geistesgegenwärtig konnte sich der 51-Jährige in eine Sicherheits-Fluchtnische unter der Bahnsteigkante retten, bevor der Zug die Station erreichte. Dieser Umstand verhinderte, dass dieser Unfall tödlich endete.
Nothalt verhindert Kollision
Entscheidend für den glimpflichen Ausgang war auch die Reaktion eines anderen Fahrgastes. Dieser sah den Sturz und betätigte umgehend den Zugnotstopp am Bahnsteig. Der Fahrer der U4-Garnitur leitete daraufhin sofort eine Notbremsung ein. Durch die Kombination aus technischem Nothalt und der Fluchtnische kam es zu keinem Kontakt zwischen dem Mann und dem Fahrzeug.
Wiener Linien: Appell bei Sturz nicht zögern
Die Wiener Linien lobten das vorbildliche Verhalten der Augenzeugen und erinnern an die Sicherheitsvorschriften. Bei einem potenziellen U-Bahn-Unfall zählt jede Sekunde. Fahrgäste werden gebeten, im Ernstfall sofort zum grünen SOS-Würfel zu laufen und den Notstopp zu ziehen. "Damit ist sichergestellt, dass kein Zug mehr in die Station einfahren kann", heißt es seitens der Verkehrsbetriebe gegenüber der APA. Über die Notruftaste wird zudem direkt die Leitstelle informiert, die sofort Einsatzkräfte entsendet.
Bergung und Versorgung
Die Berufsfeuerwehr Wien rückte an, um den Verunglückten sicher aus dem Gleisbereich zu bergen. Nach der Bergung wurde der Mann von der Berufsrettung übernommen und zur weiteren Abklärung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Schwerwiegende Verletzungen konnten vor Ort zum Glück nicht festgestellt werden. Der Betrieb der U-Bahnlinien U4 und U6 war aufgrund des Unfalls zwischen 11.25 Uhr und 12.10 Uhr nur eingeschränkt möglich.