Kultursommer: Club-Szene darf legal feiern

Das junge Wien will wieder abtanzen, doch die angesagten Locations haben noch zu. Dass die Crowd zuletzt auch auf den öffentlichen Raum ausgewichen ist, war nicht nur für Kenner der Szene eine Frage der Zeit. Der Karlsplatz als „Kampfplatz“ eine der Folgen.

Botschaft: Party hat Platz!

An Problemlösungen und Angeboten werde gearbeitet, hieß es bereits vor Wochen seitens der Stadt. Eine erste Antwort wurde nun im Rahmen der Programmvorstellung zum Kultursommer präsentiert. Die Botschaft an das junge Publikum: Tanzwütige und Musik-Maniacs haben bei uns ihren Platz!

Brücken-Location

Beim „Vielfalt-Festival“, das nach der „Corona-Premiere“ im letzten Jahr zum zweiten Mal stadtweit über die Bühne geht, geben experimentelle Musikmacher ihr Revival, zwölf „laute“ Abende sind für Club- und Party-Fans reserviert. Gefeiert werden darf – ganz legal – in einer weit von Anrainern entfernten Area bei der Donaustadtbrücke in der Donaustadt; jeweils am Freitag und Samstag ab 18 Uhr!

Für die Club-Line habe man viele Location-Betreiber und DJ-Kollektive gewinnen können, die endlich wieder auflegen wollen, sagen die Initiatoren. Abgetanzt werden kann unter anderem zu Acid, Dub, Electro, Ghettotechno, Funk, Soul, House, Queer und noch viel mehr.  

Kontrolliert, fast kostenlos

Wer bei wummernden Beats die letzten Monate mal vergessen will, muss zehn Euro berappen – eine Ausnahme beim sonst kostenlosen Kultursommer. Damit will man unkontrollierte Menschenaufläufe bei den Eingängen vermeiden, erklärt Kuratorin Nadine Abena Cobbina. Das Ticket lasse sich aber in einen Getränkegutschein umwandeln

Programm-Highlights

Der Kultursommer startet mit einem großen Gratis-Open Air am 3. Juli am Rathausplatz. Bis zum 15. August werden 2.000 Künstler auf insgesamt 16 Locations auftreten. Alle Infos zum bunten Programm – unter anderem mit Kinder- und Familienschwerpunkt – können über den Online-Guide abgerufen werden.

Vorstellung des Wiener Kultursommers im Rathaus

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Schritt №521641

Der Kultursommer-Club: Top oder Flop?

Autor: Rudolf Grüner, 16.06.2021