Österreich Spanien: Die besten Public-Viewing-Spots
Donnerstag wartet auf Österreich um mit dem Starensemble aus Spanien ein echter WM-Brocken. Wer die Nationalmannschaft nicht alleine auf der Couch anfeuern will, findet in der Stadt trotz restriktiver Angebote hochklassige Fanzonen. Da die Stadt Wien heuer kein großes amtliches Public Viewing auf dem Rathausplatz anbietet, weichen die Massen in Wien auf alternative Open-Air-Screens und Gastgärten aus.
Die größten Open-Air-Highlights: Von der Seestadt bis zum Achten
Ein echtes Highlight hat der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) in Kooperation mit seinen Partnern aus dem Boden gestampft. Auf dem offiziellen ÖFB-Campus in der Seestadt (Seestadtstraße 22, 1220 Wien) wird das Sechzehntelfinale auf einer gigantischen, 40 Quadratmeter großen LED-Wand übertragen. Für den Aufbau musste schweres Gerät anrücken, um tonnenschwere Platten auf dem Rasen zu verlegen. Einlass-Tickets für das Areal waren für zwölf Euro erhältlich, die rund 1.000 verfügbaren Plätze sind jedoch restlos ausverkauft.
Ähnlich verhält es sich im eleganten Josefstädter Ambiente: Das beliebte Palais Freiluft im Garten des Palais Auersperg (Trautsongasse 1b, 1080 Wien) veranstaltet ein Public Viewing unter freiem Himmel. Zwar meldeten die Veranstalter im Vorfeld ebenfalls „ausverkauft“, Kurzentschlossene können jedoch vereinzelt noch Restkarten über Medien-Gewinnspiele ergattern.
Grätzl-Atmosphäre und kostenlose Alternativen
Wer nach einem kostenfreien und spontan zugänglichen Großbildschirm sucht, wird im Althan Quartier fündig. Das moderne Businessquartier Francis direkt über dem Franz-Josefs-Bahnhof (Julius-Tandler-Platz 3, 1090 Wien) verwandelt seinen Außenbereich in eine Fan-Arena für rund 500 Gäste. Der Eintritt ist komplett frei, zudem sorgt ein separater Kinderbereich dafür, dass auch Familien das Spiel stressfrei verfolgen können.
Ein gänzlich neues Sicherheitskonzept mussten hingegen die Betreiber der Szenelokale „Ulrich“ und „Erich“ im 7. Bezirk etablieren. Nachdem beim Argentinien-Spiel der gesamte St.-Ulrichs-Platz aus allen Nähten platzte, wurde die Location für das Spanien-Match mittels blickdichter Zäune und Ordnerdienst in eine geschlossene Event-Zone verwandelt. Der Zutritt zum dortigen Grätzl-Viewing kostet heute 30 Euro, beinhaltet im Gegenzug jedoch drei Freigetränke.
Sportsbars und Indoor-Konzepte
Für wetterunabhängigen Fußballgenuss und erstklassige Kulinarik stehen weitere feste Institutionen bereit:
- Donauturm (1220 Wien): Das Public Viewing am Donauturmplatz 1 bietet Großleinwände im Garten sowie im voll klimatisierten Innenbereich. Ein All-you-can-eat-and-drink-Paket (inklusive Pizza, Fingerfood, Bier und Wein) schlägt hier mit rund 100 Euro zu Buche.
- Gleis//Garten (1120 Wien): In der Eichenstraße 2 wird das Match auf einer XXL-Leinwand in gemütlicher Food-Hall-Atmosphäre gezeigt. Reservierungen sind ab fünf Personen möglich, es gibt jedoch auch Plätze für spontane Besucher.
- Charlie P’s Irish Pub (1090 Wien): Wer authentische, lautstarke Sportsbar-Atmosphäre mit englischsprachigem Originalkommentar sucht, ist im traditionsreichen Pub auf der Währinger Straße richtig. Neben Burgern und kühlem Guinness werden hier alle entscheidenden Szenen auf mehreren Screens übertragen.
- flash Café (1200 Wien): Die Gastronomie der bekannten Boulderhalle in der Adolf-Schmidl-Gasse öffnet ihren gemütlichen Schanigarten bei Schönwetter für alle Fußballfans.
Warum viele traditionelle Fanzonen heuer fehlen
Dass sich die Fanströme heuer so stark auf kleinere private Locations und den ÖFB-Campus verteilen, liegt an einer konzeptionellen Besonderheit der WM 2026 in Nordamerika. Aufgrund der Zeitverschiebung fallen viele Spielansetzungen in die späten Nachtstunden weit nach der regulären Wiener Sperrstunde. Aus diesem Grund mussten namhafte Wiener Public-Viewing-Institutionen wie die Strandbar Hermann, der Wiener Prater oder eben der Rathausplatz – wo am Samstag bereits das traditionelle Filmfestival startet – auf die Übertragungen der Vorrunde verzichten.