Klima-Demos: Aktivisten kleben am Asphalt

Starke Staus an neuralgischen Punkten.
Autor: Rudolf Grüner, 23.05.2022 um 14:41 Uhr

Sympathisanten der „Letzten Generation AT“ legten heute, 24. Mai, gleich dreimal den Wiener Montagsverkehr lahm. Dabei klebten sich Aktivisten an den Asphalt, um so auf den dramatischen „Klimanotfall“ hinzuweisen. Mit den Aktionen will die Gruppe nicht nur die Öffentlichkeit sensibilisieren, sondern auch den Druck auf die politischen Entscheider erhöhen. Ein Ziel ist ein absolutes Frackingverbot durch die Bundesregierung.  

 

Drei Blockaden in Folge

Nichts geht mehr, hieß es frühmorgens auf der Linken Wienzeile. Aktivisten hatte sich um halb acht an die Fahrbahn geklebt. Das Verkehrschaos war perfekt. Die Polizei löste die Blockade wenig später auf, die Straßenbesetzer wurden laut Exekutive angezeigt.

In den späten Vormittagsstunden stoppte die nächste Sitzblockade am Gürtel in der Höhe des Westbahnhofs den Verkehr – und zwar in beide Richtungen. Auch hier musste die Polizei einige Klimaschützer, die sich am Boden festgeklebt hatten, von der Fahrbahn lösen. Gegen 10.30 Uhr war die Aktion beendet.

Nach 12 Uhr kam es am äußeren Gürtel zwischen Thaliastraße und Josefstädter zur dritten Sitzdemo. Auch dort klebten sich zwei Aktivisten auf der Fahrbahn fest, die anschließend festgenommen wurden.

Aktivistin: „Klares Fracking-Verbot“

Auch Caroline Thurner, 52, promovierte Chemikerin und Mutter einer Tochter, hat sich auf die Straße gesetzt – und festgeklebt: „Immer mehr Studien zeigen, wie schädlich Fracking ist“, richtet sich via Instagram aus. „Verseuchtes Grundwasser, krebskranke Kinder und noch mehr Klimazerstörung – wollen wir das wirklich bei uns in Österreich zulassen?“ Thurners Appel: „Wir brauchen endlich ein klares, unmissverständliches Verbot“ – und kein Fracking durch die Hintertür.