Halleluja: Zulauf aufs Priesteramt

14 Kandidaten sind zuletzt ins Priesterseminar am Wiener Alsergrund eingezogen. Damit setzt sich die Ausbildungsstätte beim Regionen-Ranking an die Spitze im deutschsprachigen Raum. Aktuell drücken 52 Seminaristen die spirituelle Schulbank. 35 werden später in Wien Seelsorge leisten, andere in den Diözesen St. Pölten und Eisenstadt ihren Dienst antreten, wie die Erzdiözese via Aussendung mitteilt.

 

Alle Altersgruppen in Ausbildung

Berufen fühlt sich ein breites Generationenfeld: Der jüngste Kandidat ist gerade 20. Aber auch ein 74-Jähriger durchlebt gerade die rund siebenjährige Ausbildungsphase. Der Fahrplan zum Priesteramt ist klar getaktet: An ein Vorbereitungsjahr schließt eine mehrjährige Ausbildungszeit im Seminar an. Dann geht es für ein Jahr hinaus in die Welt, um „Glaube und Seelorge in anderen europäischen, aber auch außereuropäischen Ländern kennenzulernen“. Zurück im Seminar beginnt der Praxisteil. Dabei sollen laut Erzdiözese Erfahrungen und Kompetenzen im kirchlichen Umfeld erworben erwerben. Mit der anschließenden Weihe zum Diakon verpflichtet sich der Priesteramtskandidat zum Zölibat und zum kirchlichen Stundengebet. Ein Jahr darauf startet im Regelfall die Laufbahn als Priester.

Priesterseminaristen beim Gottesdienst

Katholische Karriere

Ein Blick auf ihre bisherigen Biografien zeichnet ein ebenso buntes Bild: Im Priesterseminar finden sich unter anderem ehemalige Beamte, Musiker, Chemiker, Führungskräfte internationaler Konzerne, Lebensmitteltechniker, Krankenpfleger und auch ein Universitätsassistent. Sie alle haben ihre alten Karrieren für den Katholizismus an den Nagel gehängt.

Autor: Rudolf Grüner, 29.10.2020