Zur ersten von R9 und W24 veranstalteten Sendung "Wirtschaftsreport Wien Spezial" lud Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke die Präsidentin der Arbeiterkammer Wien, Renate Anderl, und die stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, Monika Unterholzner, zum Gespräch.
Diskutiert wurde über die Förderung der Gleichstellung und eine ausgewogene Geschlechterverteilung bei Ausbildungen und in Unternehmen.
"Wir hatten in Wien noch nie so viele weibliche Beschäftigte wie im Jahr 2023, das ist auch der guten Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und der Wirtschaft geschuldet. Gemeinsam bieten wir eine Vielzahl von Förderungen sowie gezielte Aus- und Weiterbildungsprogramme an, um Frauen bestmögliche Chancen am Arbeitsmarkt zu bieten", so Hanke. Gleichsam betonte er die Wichtigkeit von Initiativen wie FiT (Frauen in Handwerk und Technik), dem Öko-Booster oder dem Wiener Ausbildungsgeld, das den Jobwechsel in zukunftsträchtige Branchen erleichtern soll.
Raus aus der Teilzeitfalle
Die Debatte drehte sich auch um die Themenfelder Kinderbetreuung, Teilzeitfalle und Altersarmut.
"Frauen sollten selbst den Schritt nach vorne wagen und sagen 'Ich kann das genauso gut wie ein Mann'. Es gilt oft lästig zu sein und sich so zu präsentieren, dass man nicht übersehen werden kann. Und ich gebe vielen Frauen immer den guten Rat, sich darum zu bemühen, finanziell unabhängig zu sein und nicht lebenslänglich in einer Teilzeitfalle zu stecken, denn die Rechnung kommt am Ende des Berufslebens", betonte Renate Anderl.
"Es braucht auch Frauen, die in Vorleistung gehen, was die Forderungen von Frauen in Unternehmen und in der Wirtschaft betrifft", unterstrich Monika Unterholzner die Vorbildfunktion von weiblichen Führungskräften und die Wichtigkeit der richtigen Netzwerke.
Dynamik durch Durchmischung
Dass eine ausgewogene Verteilung der Geschlechter die Performance steigern und die Unternehmenskultur positiv beeinflussen kann, ist für Hanke ausgemachte Sache. "Die Lösungskompetenz ist in dynamischen, durchmischten Teams ganz klar höher. Es geht nicht um Geschlechter, sondern um Talente, und es ist an der Zeit umzudenken und zu zeigen, dass wir anders ticken und dieses Rollendenken abgelegt haben.“
Mit dabei waren u.a. Oliver Stribl, Wien Holding, Louisa Böhringer, Personal Branding Wien, Matthias Friedrich, Pro Event Team für Wien GmbH, Katharina Gfrerer, IG Immobilien Management GmbH, Elisabeth Hakel, SWV Wien, Wolfgang Hammerer, Wirtschaftsforum der Führungskräfte, Julian Jäger, Flughafen Wien, Josef Kalina, Unique Relations, Ute Kronawetter, Julius Meinl am Graben, Wolfgang Layr, Volksbank Wien, Manuela Lindlbauer, Lindlpower Personalmanagement, Ernst Minar, John Harris, Thomas Podsednik, Weingut Cobenzl, Doris Pulker-Rohrhofer, Hafen Wien, Herbert Rieser, Cafe+Co, Christoph Schuh, APG AG, Franz Solta, Gewista, Ralph Vallon, Vallon Relations und Dominic Weiss, UIV Urban Innovation Vienna.