Schnelle Medizin: Apotheken-Lieferservice startet

Start-up liefert rezeptfreie Medikamente und mehr.
Autor: Rudolf Grüner, 05.04.2022 um 11:17 Uhr

Abendessen oder ein voller Kühlschrank: Immer mehr Wienerinnen und Wiener gehen dafür längst nicht mehr außer Haus, sondern lassen per Boten liefern. Das Service will ein Start-up in Zeiten von Quarantäne und anderen qualvollen Übeln auch auf Produkte aus der Apotheke ausweiten.

Expressdienst

Für die Lieferkette strampelt sich ab sofort das Team von „Plus Care“ ab. Vorerst in allen Bezirken südlich der Donau – Transdanubien (Floridsdorf und die Donaustadt) und andere Austro-Destination sind aber in Planung, wie es aus dem Gründerhub heißt. Das Start-up setzt dabei aufs gängige Zustell-Modell per Fahrrad. Versprochen wird das „Packerl“ binnen 60 Minuten, freilich nur innerhalb der regulären Apotheken-Öffnungszeiten. Das Sortiment umfasst zum Kick-off eine breite Palette rezeptfreier Medikamente, Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel.

„Für akut Kranke“

„Vor allem für akut Erkrankte und Personen, die rasch ein Medikament benötigen, und nicht nach draußen gehen können oder wollen, bietet unsere kurzfristige Direktzustellung einen vergleichslosen Vorteil“, sagt Mitinitiator Florian Schenk. Mindestbestellmenge wird keine verlangt. Liegt der Rechnungsbetrag unter 35 Euro, wird eine Expressbotendienst-Pauschale von 2,90 Euro verlangt.

Ausgeliefert wird vorerst aus einer Apotheke in Wien-Hernals. In einem nächsten Schritt will man zumindest weitere sieben Anbieter mit einer Versandlizenz ins Boot holen, um auch den Wiener Norden entsprechend versorgen zu können. Lena Hödl, Geschäftsführerin von Pluz Care sieht im neuen Angebot einen Gewinn nicht nur für Kunden. „Den Apotheken bringen wir Zusatzgeschäft und eine Antwort auf die wachsende Dominanz der Online-Giganten.“

So funktioniert das Online-Service

Wer sich rezeptfreie Arzneimittel liefern will, kann auf der „Plus Care“-Webshopseite seinen Warenkorb füllen. Für den gesamten Bestellprozess soll auf Wunsch auch eine Beratung in Anspruch genommen werden können. Im Anschluss wird in der Apotheke die Bestellung überprüft und im Bedarfsfall noch mit dem Käufer Rücksprache gehalten. Ist alles erledigt, übernimmt ein Fahrradbote die Zustellung.