Martinsturm Bregenz: Ausstellung Bregenzer Badekultur

Das Baden im Bodensee wird heute als sommerlicher Freizeitspaß erlebt und gelebt. Das war nicht immer so. In den vergangenen Jahrhunderten diente das Baden fast ausschließlich der Körperhygiene. Die Einhaltung von Sitte und Moral spielte dabei eine wichtige Rolle, weswegen das Baden in Bregenz seit dem 17. Jahrhundert strengen Regeln unterworfen war. Männern und Frauen wurden getrennte Badeplätze zugewiesen. Das Baden war erlaubt, solange es unter obrigkeitlicher Aufsicht geschah.

Freizeitspaß

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts änderte sich die Badekultur. Der Aspekt der Hygiene trat in den Hintergrund, Baden wurde zum Freizeitspaß mit Sport, Spiel und Sonnenbaden, den man gemeinsam als Familie erleben wollte. Die Ausstellung erzählt chronologisch die Geschichte der Bregenzer Badekultur vom 17. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre. Einen Schwerpunkt bildet die Geschichte der großen Badeanstalten am Seeufer: Der Militärschwimmschule, heute liebevoll „Mili“ genannt, und der Städtischen Badeanstalt, eines riesigen Pfahlbaus, der 1948 abgerissen wurde.

Kontakt

Martinsturm Bregenz
Martinsgasse 3b, Bregenz

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Ausstellungsdauer:
12. Juli bis 31. Oktober
www.martinsturmbregenz.at

Autor: Claudia Weiss , 15.09.2020