Gründungsvertrag zur Stiftung Europahütte unterzeichnet

Im Jahr 2020 beschloss der Euregio-Vorstand in Stift Stams den Neubau der Landshuter Europahütte. Nun unterzeichneten LH Platter und sein Südtiroler Amtskollege Arno Kompatscher den Gründungsvertrag vor Ort im Schutzhaus.
Autor: Claudia Isaza-Montoya, 13.09.2022 um 03:02 Uhr

"Die österreichisch-italienische Grenze verläuft mitten durch den Speisesaal der Europahütte. Doch so wie die Grenze im Schutzhaus nicht sichtbar ist, soll auch die Grenze in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino immer weniger spürbar sein. Daher wurde mit der Stiftung eine neue Führungsstruktur der Landshuter Europahütte als Beispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im europäischen Geiste beschlossen, die nun im Einvernehmen mit den alpinen Vereinen umgesetzt wird", sagte LH Platter.

"Umweltschutz, Frieden und Pazifismus – das sind die Ziele, welche die Stiftung verfolgt. Der Zusammenhalt in Europa ist heute wichtiger denn je. Das Schutzhaus ist dafür ein Sinnbild: Wo einst Krieg und nationale Trennung herrschten, bestehen nun Gemeinschaft und grenzüberschreitende Zusammenarbeit."

Schutzhaus wird von Stiftung geführt

Das neue Schutzhaus wird von einer Stiftung, in der das Land Tirol, das Land Südtirol und die Sektion Landshut des Deutschen Alpenvereins vertreten sind, geführt werden. Ebenfalls eingebunden sind die von den beiden Ländern ernannten VertreterInnen des Österreichischen Alpenvereins, des Alpenvereins Südtirol und der Club Alpino Italiano-Sektion Sterzing.

Die nächsten Schritte

Der aufgrund des instabilen Untergrundes notwendige Neubau wird mit Unterstützung einer externen Prozessbegleitung über eine Ausschreibung für Architektinnen und Architekten für den Ersatzbau der Hütte eingeleitet.