Insolvenz: Après-Ski-Hotspot steht vor dem Aus
Über den Betreiber der bekannten Diskothek und Après-Ski-Bar „Katapult“ in Sölden ist ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das Landesgericht Innsbruck gab am Montag den Start des Insolvenzverfahrens bekannt. Neben dem Nachtlokal könnte auch ein Restaurant von der finanziellen Schieflage betroffen sein.
Den Insolvenzantrag brachte Betreiber Romed Pult über seine Rechtsvertretung ein. Er ist zudem Gesellschafter und Geschäftsführer der Cosmo Entertainment GmbH, für die ebenfalls bereits ein Insolvenzantrag gestellt wurde.
Konkursverfahren eröffnet
Laut den eingereichten Unterlagen belaufen sich die Verbindlichkeiten auf mehr als 1,6 Millionen Euro. Insgesamt sind 65 Gläubiger vom Konkursverfahren betroffen. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christopher Fink aus Imst bestellt.
Der Betrieb des „Katapult“ wird ausschließlich saisonal geführt und ist seit Ende April geschlossen. Sämtliche Beschäftigten wurden mit Saisonende abgemeldet, weshalb derzeit keine Arbeitnehmer unmittelbar von der Insolvenz betroffen sind.
Pandemie belastete den Betrieb
Als Hauptursache für die Insolvenz nennen der KSV1870 und der Alpenländische Kreditorenverband die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Demnach führten rückläufige Umsätze sowie ein verändertes Ausgeh- und Konsumverhalten der Gäste zu erheblichen finanziellen Belastungen.
Besonders saisonabhängige Betriebe hätten sich von den Auswirkungen der Pandemie nur schwer erholen können. Laut den Gläubigerschutzverbänden verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Jahren kontinuierlich.
Neue Gesellschaft soll übernehmen
Trotz des Konkursverfahrens könnte der Betrieb des Nachtlokals eine Zukunft haben. Nach Angaben des bisherigen Betreibers steht bereits eine neue Gesellschaft bereit, die das „Katapult“ übernehmen möchte.
Derzeit werde dafür Personal gesucht. Ob und wann das bekannte Après-Ski-Lokal unter neuer Führung wieder öffnet, ist allerdings noch offen. Die weiteren Schritte hängen vom Verlauf des Insolvenzverfahrens und einer möglichen Übernahme ab.