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Petrischale mit E-Coli-Bakterien
Anhaltende Belastung: In der Ötztaler Ache wurden erhöhte E-Coli-Konzentrationen festgestellt.
Anhaltende Belastung: In der Ötztaler Ache wurden erhöhte E-Coli-Konzentrationen festgestellt.
Saiful52/Shutterstock

E-Coli-Bakterien im Wasser: Land Tirol schlägt Alarm

25.08.2026 um 13:51, Marcel Toifl
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Nach dem Murenabgang in Sölden steigt die Belastung durch E-Coli-Bakterien. Das Land erweitert das Schifffahrtsverbot für die Ötztaler Ache.

Nach dem Murenabgang auf die Kläranlage in Sölden Ende Juli bleibt die mikrobiologische Situation in der Ötztaler Ache weiter angespannt. Neueste Gewässeruntersuchungen des Landes Tirol bestätigten eine erhöhte Konzentration an E-Coli-Bakterien unterhalb der Gemeinde.

Provisorische Abwassereinleitung führt zu Bakterienbelastung

Der Ausfall der Kläranlage Sölden macht eine behördlich genehmigte, provisorische Abwassereinleitung in die Ötztaler Ache notwendig. Ein engmaschiges Gewässermonitoring soll die chemischen und biologischen Werte kontrollieren.

Während physikalisch-chemische Parameter wie pH-Wert und Sauerstoffgehalt unauffällig blieben, wiesen mikrobiologische Zusatzanalysen eine deutliche Belastung mit Kolibakterien nach.

Gesundheitsrisiken und Ausweitung des Schifffahrtsverbots

Die nachgewiesenen E-Coli-Bakterien können beim Verschlucken oder Inhalieren von Wassertropfen Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen. Zudem besteht bei Hautkontakt ein Infektionsrisiko für offene Wunden und Ohren, wovon besonders vulnerable Personengruppen betroffen sind.

Die Landesregierung rät dringend von Wassersport, Baden, Angeln sowie dem Tränken von Haustieren ab. Das zuvor abschnittsweise verhängte Schifffahrtsverbot gilt nun für die gesamte Ötztaler Ache.

Keine Gefahr für Trinkwasser und Fischbestand

Eine Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung liegt nicht vor, da das Trinkwasser der Region aus höher gelegenen Quellen oder tiefen Grundwasserbrunnen bezogen wird. Auch für den Fischbestand im Gewässer besteht aufgrund des hohen Wasserabflusses und der starken Verdünnung keine Gefahr.

Probenahmen an der Ache sowie am Inn werden wöchentlich fortgesetzt, um die Entwicklung der Wasserqualität lückenlos zu überwachen.

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