Ungeimpfter Kages-Chef: Rücktritt steht fest

„Leider komme die Einsicht von Karlheinz Tscheliessnigg sehr spät.“, kritisierte der steirische Ärztekammerpräsident. Hätte der KAGes-Vorstandsvorsitzende seine Position bereits früher überdacht, wäre den Ärzten bei der Impfüberzeugung der Steirer viel erspart geblieben, ist sich der steirische Ärztekammerpräsident sicher. Außerdem sei es widersprüchlich, dass der Chef eines Spitalsunternehmens, sich noch nicht impfen lassen habe und nur Geimpfte einstelle.

Späte Einsicht

Nach neuesten Aussagen in einem Zeitungsinterview will er sich nun, entgegen seiner früheren Haltung, mit einem zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 impfen lassen. „Endlich hört der KAGes-Chef offenbar auf die kompetenten Ärztinnen und Ärzte im eigenen Unternehmen, die ja laufend zur COVID-19-Impfung aufrufen“, sagte der steirische Ärztekammerpräsident Herwig Lindner. Der Rücktritt mit 1. Dezember steht dennoch fest.

Ich hätte keine Ruhe mehr gehabt. Das letzte Jahr meiner Funktion wäre von einem permanenten Unfrieden begleitet worden. Ich will dem Unternehmen nicht schaden. Es ist schon seltsam: Ich bin weder im Patientenbereich tätig, noch war ich krank. Ich habe mich mindestens dreimal in der Woche testen lassen. Aber das Unternehmen ist das wichtigste. -Karlheinz Tscheliessnigg

Autor: Melanie Ogris, 22.11.2021