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Warnschilder für Lawinengefahr.
Der Skifahrer löste ein Schneebrett aus.
Der Skifahrer löste ein Schneebrett aus.
iStock.com/Rene Notenbomer

Lawinenunglück am "Hohen Zinken": 21-Jähriger tot

22.02.2026 um 09:08, Weekend Redaktion
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Am "Hohen Zinken" in den Wölzer Tauern erfasste eine Lawine einen 21-jährigen Skifahrer. Für den jungen Slowaken kam jede Hilfe zu spät.

Am 21. Februar 2026 kam es im Bereich des Hohen Zinken in den Wölzer Tauern zu einem Lawinenabgang. Gegen 13:40 Uhr verließ eine sechsköpfige Gruppe slowakischer Skifahrer die gesicherte Piste und fuhr in den freien Skiraum ein. Dabei löste sich oberhalb eines 21-jährigen Teilnehmers ein Schneebrett. Der Vorfall ereignete sich auf rund 1.900 Metern Seehöhe.

Lawine erfasst jungen Skifahrer

Nach Angaben der Polizei wurde der 21-jährige Slowake von der Lawine erfasst, die ein Ausmaß von etwa 200 mal 200 Metern hatte. Der Mann wurde vollständig verschüttet und später in einer Tiefe von rund 140 Zentimetern aufgefunden. Für ihn kam jede Hilfe zu spät – er konnte nur noch tot geborgen werden. Die fünf übrigen Mitglieder der Gruppe blieben unverletzt.

Großangelegter Rettungseinsatz

Die Landeswarnzentrale Steiermark alarmierte umgehend die Einsatzkräfte, woraufhin ein Großeinsatz eingeleitet wurde. Rund 120 Helferinnen und Helfer standen im Einsatz, darunter mehrere Bergrettungsortsstellen aus den Bezirken Murau und Murtal. Unterstützt wurde der Einsatz von Lachtal Seilbahnen, der Pistenrettung Lachtal sowie der Lawinenkommission der Stadtgemeinde Oberwölz. Ein Polizeihubschrauber und der Rettungshubschrauber C17 der ÖAMTC-Flugrettung waren ebenfalls im Einsatz. Ein Lawinensuchhund der Bergrettung konnte den Verschütteten orten.

Ermittlungen zur Ursache

Wie die Polizei mitteilte, führt die Alpinpolizei die Ermittlungen zur Lawinenauslösung. Die genaue Ursache der Auslösung ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Nach Informationen der Polizei führte keiner der sechs Skifahrer eine Lawinenausrüstung mit sich.

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