Die Infektionszahlen sind in Graz derzeit so hoch wie noch nie zuvor in dieser Pandemie. Die Stadt verstärkt daher die Infrastruktur und ruft zur Einhaltung der Maßnahmen auf.
Autor: Melanie Ogris, 13.01.2022 um 13:42 Uhr

Die 7-Tages-Inzidenz beträgt in Graz momentan 811,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Daher wird verstärkt darum gebeten, die Schutzmaßnahmen sowohl drinnen, als auch im Freien einzuhalten: „Abstand zu anderen Personen einhalten, eine FFP2-Maske tragen und sich impfen bzw. die Impfung auffrischen lassen“. Außerdem wird empfohlen, regelmäßig auf der Website der Stadt Graz nachzusehen, wo sich in letzter Zeit coronainfizierte Personen aufhielten und zu kontrollieren, ob man selbst vor Ort war.

Die Wand - also der prognostizierte Anstieg durch die Omikron-Infektionen - rückt deutlich näher. – Eva Winter, Leiterin des Gesundheitsamtes

Infrastruktur ausgeweitet

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, eingeteilte Teams und ausgeweitete Testmaßnahmen sollen verhindern, dass es in nächster Zeit zu einem Personalmangel kommt. Gilbert Sandner, stellvertretender Leiter des behördlichen Führungsstabs, berichtet: „Die hohe Ansteckungsrate von Omikron stellt auch die Mitarbeiter der Stadt Graz vor eine große Herausforderung. Der behördliche Führungsstab hat daher gemeinsam mit den Abteilungsleitern und weiteren Verantwortlichen entsprechend umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Dadurch sollen coronabedingten Ausfälle innerhalb der Dienststellen möglichst gering gehalten werden, aber auch der Schutz der Mitarbeiter im Dienst sichergestellt werden.“ Zudem wurden in den „kritischen“ Bereichen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um diese Leistungen in jedem Fall sichern zu können.

Große Herausforderung

Auch das Contact Tracing Team des Grazer Gesundheitsamtes sei auf die bevorstehende Zeit gut vorbereitet. Das Personal wurde in den letzten Wochen verdoppelt und das System optimiert. „Steigen die Anforderungen jedoch exponentiell, gelangen auch wir, so wie alle Organisationen, an die Grenzen“, heißt es von Erwin Wieser, Leiter des Contact Tracing Teams. Auch mit langen Wartezeiten bei den PCR-Tests sei in Zukunft leider zu rechnen.