Direkt zum Inhalt
Mann steht auf einem E-Scooter
Schwerer Unfall in Feldkirchen bei Graz: Zwei Brüder stürzten ohne Helm von einem auf 49 km/h frisierten E-Scooter.
Schwerer Unfall in Feldkirchen bei Graz: Zwei Brüder stürzten ohne Helm von einem auf 49 km/h frisierten E-Scooter.
Inside Creative House/Shutterstock

Ohne Helm: Bub (9) bei E-Scooter-Unfall schwer verletzt

14.09.2026 um 12:44, Marcel Toifl
min read
Schwerer E-Scooter-Unfall in Feldkirchen bei Graz: Ein 15-Jähriger stürzte mit seinem 9-jährigen Bruder. Der Scooter war auf 49 km/h frisiert.

Bei einem Verkehrsunfall mit einem E-Scooter in Feldkirchen bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung) sind am Sonntag zwei Brüder verunglückt. Der neun- und der 15-Jährige stürzten von dem Elektrofahrzeug. Während der ältere Jugendliche leicht verletzt wurde, musste der Neunjährige mit schweren Kopfverletzungen ins LKH Graz gebracht werden. Wie die Erhebungen der Polizei zeigten, verstießen die Burschen gegen mehrere Verkehrsvorschriften – zudem war das Fahrzeug unzulässig frisiert.

Verstoß gegen die Helmpflicht und das Mitnahmeverbot

Der Unfall ereignete sich am Sonntagmittag in Feldkirchen bei Graz. Ein 15-jähriger Jugendliche ließ seinen neun Jahre alten Bruder auf dem E-Scooter mitfahren. Das Transportieren von Begleitpersonen auf einem Elektro-Tretroller ist gesetzlich verboten, da die Fahrzeuge ausschließlich für eine Person zugelassen sind.

Darüber hinaus trug keiner der beiden Brüder einen Schutzhelm. In Österreich gilt seit Mai 2026 für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eine gesetzliche Helmpflicht beim Fahren mit E-Scootern. Der Neunjährige erlitt beim folgenden Sturz schwere Kopfverletzungen und wurde im LKH Graz stationär aufgenommen.

Technische Manipulation: Scooter fuhr 49 km/h

Im Zuge der Unfallaufnahme überprüfte die Polizei den E-Scooter auf einem mobilen Rollenprüfstand. Dabei stellten die Beamtinnen und Beamten eine erhebliche technische Manipulation fest: Das Fahrzeug war über eine eingebaute Vorrichtung stark beschleunigt worden.

Das Fahrzeug wies eine unzulässige Leistung von 2.000 Watt auf. Für den 15-Jährigen hat der Unfall ein rechtliches Nachspiel: Er wurde angezeigt.

more