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Den „Dorfklubs“ auf der Spur – Hartberg im Europacup

16.07.2020 um 11:45, Patrick Deutsch
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Der TSV Hartberg hat es mit dem Play-Off-Erfolg über die Wiener Austria erstmals in die Qualifikation zur Europa League geschafft.

Wie das Abenteuer Europa ausgehen kann, haben andere bereits vorgemacht. Wir haben uns die vermeintlich „Kleinen“ der jüngeren Vergangenheit angeschaut: Gezeigt hat sich, dass der Kader meist nicht breit genug war, um die Doppelbelastung zu stemmen und das Niveau aus der Vorsaison zu halten. Ein weiterer Punkt, den viele der vermeintlichen „Dorfklubs“ gemeinsam haben ist, dass sie für die Europacup-Heimspiele in ein größeres Stadion ausweichen mussten. So spielte zum Beispiel der WAC in der vergangenen Saison in der Merkur Arena Graz. Auch die Hartberger werden voraussichtlich in Graz spielen müssen. Auf die Elf von Markus Schopp wartet also eine herausfordernde Saison.

Wolfsberger AC (EL-Gruppenphase, 2019/20 & 2020/21)

Die Kärntner haben in den letzten Jahren nicht nur die Bundesliga, sondern auch den Europacup gehörig aufgemischt. In der vergangenen Saison standen ein 4:0-Sieg über Mönchengladbach und zwei Unentschieden gegen die AS Rom zu Buche. Trotzdem mussten sich die Lavantaler nach der Gruppenphase verabschieden. Mit dem dritten Platz in der aktuellen Saison, startet man auch 2020/21 in der Gruppenphase.

SCR Altach (EL-Quali, 2015/16 & 2017/18)

Die Altacher mussten in der EL-Quali 2015 gleich zweimal gegen Vertreter aus Portugal ran: Während man sich gegen Vitória Guimarães noch mit einem deutlichen Gesamtscore von 6:2 durchsetzen konnte, war nach einem 0:1 im Heimspiel und einem 0:0 Auswärts gegen Belenenses Lissabon Schluss. Als Nachrücker starteten die Vorarlberger in der Saison 2017/18 erneut in der Qualifikation für die Europa League und mussten sich erst im Play-Off dem israelischen Rekordmeister Maccabi Tel Aviv geschlagen geben.

SV Grödig (EL-Quali, 2014/15)

Nach einer sensationellen Saison und Platz drei in der Bundesliga, setzten die Grödiger ihren Erfolgslauf zunächst auch in Europa fort. Das Team von Markus Baur gewann In der zweiten Qualifikationsrunde souverän gegen Čukarički Belgrad (SRB). Nach einer Heimniederlage (1:2) reichte ein Auswärtssieg (1:0) gegen Zimbru Chișinău aus Moldawien nicht für den Aufstieg. Mit dem Ausstieg von Hauptsponsor Scholz und dem Abgang zahlreicher Leistungsträger begann die sportliche Talfahrt und der Abstieg aus der Bundesliga 2016. Aktuell spielt der SV Grödig in der Regionalliga Salzburg.

FC Pasching (EL-Quali, 2004/05, 2005/06, 2006/07 & 2013/14)

Nach dem Einstieg von Hauptsponsor „Superfund“ landeten die Oberösterreicher drei mal in Folge auf einem Europacup-Platz. In den ersten beiden Jahren musste man sich jeweils Zenit St. Petersburg geschlagen geben. Im dritten Jahr war gegen den AS Livorno Endstation. Im April 2007 gab Präsident Franz Grad bekannt, dass der Klub nach Klagenfurt umzieht. Der Nachfolgeverein machte in der Saison 2012/13 noch einmal auf sich aufmerksam. Als Regionalligaverein holte man sensationell den ÖFB-Cup und qualifizierte für die Play-Off-Runde zur UEFA Europa, wo man gegen den portugiesischen Verein GD Estoril Praia ausschied. Seit 2014 spielen die Paschinger in einer Kooperation mit dem LASK und spielen aktuell unter dem Namen LASK Juniors OÖ in der zweiten Liga.

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