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AVL Logo am Unternehmensstandort des Grazer Technologiekonzerns, der weitere rund 180 Stellen abbaut.
AVL baut am Standort Graz weitere rund 180 Stellen ab.
AVL baut am Standort Graz weitere rund 180 Stellen ab.
SNEHIT PHOTO / Shutterstock.com

AVL baut weiter Stellen ab: 180 Jobs in Graz weg

31.08.2026 um 15:26, Stefanie Hermann
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AVL baut in Graz weitere 180 Stellen ab. Nach mehreren Kündigungswellen sinkt die Zahl der Beschäftigten am Standort auf unter 3.000.

Der Stellenabbau beim Grazer Technologiekonzern AVL List geht weiter. Nach mehreren Kündigungswellen in den vergangenen Jahren streicht das Unternehmen am Standort Graz nun weitere rund 180 Stellen. Als Gründe nennt AVL die schwache Marktentwicklung, verschobene Projekte und insbesondere die zurückhaltende Investitionsbereitschaft in Deutschland.

AVL streicht weitere 180 Stellen in Graz

Die rund 180 Mitarbeiter sind laut Kronen Zeitung bereits beim AMS vorgemerkt worden. Der Schwerpunkt des Stellenabbaus liegt nach Angaben des Unternehmens im Geschäftsbereich Instrumentation und Test Systems. Darüber hinaus sind Bereiche vom Engineering über Messtechnik und Simulation bis zur Verwaltung betroffen.

AVL begründet die neuerlichen Einschnitte mit einer weiterhin schwachen Nachfrage. Erwartete Projekte haben sich verschoben, gleichzeitig belastet die „zurückhaltende Investitionsbereitschaft im deutschen Markt“ das Geschäft.

„Vor diesen Entwicklungen können wir uns einfach nicht verschließen. Wir müssen auf das, was sich in Europa in den letzten Wochen und Monaten abspielt, einfach reagieren“, erklärt AVL Personalvorstand und Unternehmenssprecher Markus Tomaschitz gegenüber der Krone.

AVL setzt Restrukturierung fort

Das Unternehmen will mit dem Personalabbau seinen bereits eingeschlagenen Restrukturierungskurs fortsetzen. Die Kosten sollen an die tatsächliche Marktentwicklung angepasst werden.

„Die Maßnahmen dienen dazu, die Kostenbasis nachhaltig an das aktuelle Marktumfeld anzupassen und die wirtschaftliche Stabilität sowie die langfristige Investitionsfähigkeit des Unternehmens zu sichern“, erklärt AVL in einer schriftlichen Stellungnahme.

Für die betroffenen Beschäftigten ist ein Sozialplan vereinbart worden. Dieser soll die Folgen der Maßnahmen abfedern. Tomaschitz bezeichnet die Einschnitte als unumgänglich: „Das sind Maßnahmen, die uns wahnsinnig wehtun, die aber in der aktuellen Situation einfach unumgänglich sind.“

Fast 1.000 AVL Jobs seit 2025 betroffen

Besonders deutlich wird das Ausmaß beim Blick auf die vergangenen Abbauwellen. Bereits 2025 sind rund 450 Stellen gestrichen worden. Im Jänner 2026 hat AVL den Abbau von weiteren rund 350 Jobs angekündigt. Mit den jetzt betroffenen 180 Stellen summieren sich die genannten Abbauwellen seit 2025 auf rund 980 Arbeitsplätze.

Nach Abschluss der aktuellen Maßnahmen beschäftigt AVL in Graz weniger als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Vergleich: Vor der Corona Pandemie im Jahr 2019 waren am Standort noch rund 4.300 Menschen beschäftigt.

Auch in Deutschland baut AVL Personal ab. Dort beschäftigt der Konzern an elf Standorten mehr als 1.000 Menschen. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau in Deutschland sind derzeit nicht bekannt.

SPÖ sieht „Alarmsignal“ für die Steiermark

Der neuerliche Stellenabbau löst auch politische Reaktionen aus. Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher wertet die Entwicklung als dringenden Weckruf für den Wirtschaftsstandort.

Die Entwicklung bei AVL sei aus Sicht der SPÖ kein Einzelfall, sondern Teil eines tiefgreifenden Strukturwandels in der Automobilindustrie. Lercher fordert deshalb eine aktive Industrie und Standortpolitik sowie zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung.

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