AK warnt: Kündigungswelle von Stromfirmen

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer berichtet von vielen steirischen Stromkunden, deren Energielieferverträge gekündigt wurden.
Autor: Patrick Deutsch, 20.09.2022 um 10:15 Uhr

Manche Firmen würden den Stromhandel überhaupt einstellen, andere bieten extrem teure Folgeverträge an. Solche Kündigungen sind, unter Einhaltung einer achtwöchigen Kündigungsfrist, zwar zulässig, eine etwaige Mindestvertragsdauer müsse allerdings eingehalten werden.

Drohende Abschaltung im November

Die Firma „Pull“, eine Marke der Stadtwerke Klagenfurt, kündigt die Stromlieferverträge der Bestandskunden mit Wirksamkeit Ende Oktober und bietet ein Folgeangebot ab November mit einem Arbeitspreis von 62,68 ct/kWh brutto. Dieses Angebot wird vom AK-Konsumentenschutz, trotz der aktuellen Situation am Strommarkt, als sehr hoch eingeschätzt. Um einen möglichst günstigen Fixpreistarif zu finden, wird den Betroffenen empfohlen den Tarifkalkulator der E-Control zu verwenden. Auch der Anbieter „Grünwelt Energie“ kündigt seine Stromkunden. Hier solle eine Tarifumstellung auf einen Arbeitspreis von 99,90 ct/kWh zu erreicht werden. MAXENERGY Austria Handels GmbH kündigt mit Wirksamkeit ab Mitte Novemberaktuell ebenfalls  Stromkunden. Ein Folgeangebot wird nicht gestellt. Die Firma schlaustrom GmbH stellt den Energievertrieb mit Ende Oktober überhaupt ein und hat alle laufenden Energielieferverträge gekündigt. Eine aktive Anmeldung bei einem anderen Energieversorger durch die Betroffenen ist notwendig, um eine drohende Abschaltung im November zu verhindern.

Sozialtarif der Energie Steiermark

Für einkommensschwache Strom- und Gaskunden, ob gekündigt oder nicht, die von den GIS-Gebühren befreit sind, gibt es die Möglichkeit den Sozialtarif der Energie Steiermark in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung ist der Hauptwohnsitz in der Steiermark. Informationen dazu gibt es auf www.e-steiermark.com/grundversorgung