5 Klettersteige für Anfänger in der Steiermark

Wer einen Klettersteig meistern will, sollte sich zunächst – wie bei jeder Bergtour – ausreichend über die Wetterverhältnisse informieren. Bei Gewittergefahr oder Regen sollte die Tour vermieden werden. Auch die richtige Ausrüstung ist für eine erfolgreiche Kletterei entscheidend: Benötigt wird ein Klettersteigset, das aus einem Klettergurt, einer Sicherung (mit zwei Karabinern, einem Bandfalldämpfer und einer Verbindung zum Gurt) und einem Steinschlaghelm besteht. Für einen sicheren Halt sorgen außerdem Klettersteighandschuhe und festes Schuhwerk. Klettersteige sind in Österreich in den Schwierigkeitsstufen von A bis F klassifiziert. Anfänger sollten sich auf Routen der Stufe B und C konzentrieren.

Klettersteiggarten Stoderzinken (A bis C)

Am Stoderzinken im Dachsteingebirge gibt es mittlerweile sieben Klettersteige verschiedener Schwierigkeitsstufen. Vom Startpunkt des „Friedenskircherls“ gelangt über den Florasteig (A), der nur teilweise gesichert ist und bereits Trittfestigkeit und Schwindelfreiheit verlangt, zu den Einstiegen der verschiedenen Touren. Für Anfänger eignen sich die Steige „David“ (A/B), „Emil (B/C), „Franz“ (B/C) und „Peter“ (C). Diese Touren führen mäßig steil bergauf und eignen sich gut, um Klettersteige einmal kennenzulernen und zu prüfen, was man bereits meistern kann. Am Gipfel des Stoderzinken angekommen genießt man auf einer Höhe von 2.048 Metern die atemberaubende Aussicht über die umliegenden Berge des Ennstals. 

Riegersburg (C)

Ein besonders beliebter Klettersteig für Anfänger ist auch der „Leopold“ Klettersteig an der Riegersburg. Umgeben von den sanften Hügeln der Südsteiermark klettert man etwa 40 Minuten an der Südwestwand des vulkanischen Gesteinsbrockens hinauf. Der Steig ist 190 Meter lang und mündet direkt in den Gastgarten der Burgtaverne. Für diejenigen, die dann erst so richtig auf den Geschmack gekommen sind, gibt es dann noch die Möglichkeit auf eine Verlängerung der Route um den neuen Heinrich-Klettersteig, der der Schwierigkeitsstufe C/D zuzuweisen ist. 

Hochlantsch (C)

Auch auf dem Hochlantsch im Grazer Bergland gibt es einen tollen Klettersteig für Anfänger zu entdecken. Hier startet man von der Teichalm. Von dort gelangt man über das Gasthaus „Steirischer Jokl“ und die Kapelle Schüsserlbrunn zum Einstieg des „Franz-Scheikl-Klettersteigs“. Gut versichert und über verschiedene Passagen zwischen den Schwierigkeitsstufen A und C klettert man ca. 1,5 Stunden über die Felslandschaft hinauf zum Gipfel des Hochlantsch und wird mit einem tollen Ausblick auf einer Seehöhe von 1.713 Metern belohnt. 

Koppenkarstein (B/C)

Den Zustieg zum Klettersteig „Koppenkarstein“ im Dachsteingebirge kann man ganz einfach und kräfteschonend über die Seilbahn erreichen. Von dort geht es über den Gletscher abwärts zur Hunerscharte und weiter zum Einstieg. Besonderes Highlight dieser Tour ist die Seilbrücke über die Austriascharte, über die man den Grat zum Gipfel erreicht. In 1,5 Stunden ist der Aufstieg geschafft und man blickt direkt auf den imposanten Dachsteingipfel. 

Gamsblick (C)

Der Klettersteig „Gamsblick“ im steirischen Salzkammergut verspricht einzigartiges Gipfelpanorama. Ausgehend von der Tauplitzalm geht es auf der gestuften östlichen Wand hinauf auf die Traweng (1.981 Meter). Für den Klettersteig benötigt man ca. 1 Stunde, für den Zustieg ist ebenfalls etwa 1 Stunde zu rechnen. Die Aussicht reicht vom Toten Gebirge und den Grimming bis hin zum Dachstein. 

 

Autor: Teresa Frank, 09.08.2021