Salzburger Powerfrauen: Michaela Petz-Michez im Karrieretalk

Die gebürtiger Pinzgauerin hat in Brüssel ihre zweite Heimat gefunden: Seit 16 Jahren leitet sie das Salzburger Verbindungsbüro zur EU in der belgischen Hauptstadt und seit 2015 auch das Landes-Europabüro in Salzburg. Damit ist sie die offizielle Schnittstelle zwischen Land und EU. Neben Englisch und Französisch spricht Michaela Petz-Michez fließend Italienisch.

Diese Frau hat mich am meisten beeindruckt:

Es ist schwierig für mich zu sagen, diese eine Frau hat mich besonders beeindruckt, denn es gibt einige, die mich inspiriert haben. Die französische Philosophin und Feministin Simone de Beauvoir, Simone Weil als erste Präsidentin des Europäischen Parlaments, aber auch Bertha von Suttner als erste Frau, die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Allesamt sind sie Vordenkerinnen und Vorkämpferinnen für uns Frauen! Aber es gibt auch heute viele Damen in meinem Umfeld, die ein Beispiel dafür sind. Eine wunderbare Kollegin, die leider vor kurzem von uns gegangen ist, hat immer gerne das folgende Zitat der ehemaligen Amerikanischen Außerministerin Madeleine Albright zitiert „There is a special place in hell for women who don’t help other women“!

Meine größte Herausforderung im Berufsleben:

… war sicherlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich bin sehr schnell aus der Karenz zurückgekehrt und hatte die ersten Jahre, als meine Tochter noch sehr klein war, häufig das Gefühl, entweder zu wenig für sie oder im Umkehrschluss zu wenig für meinen Beruf da zu sein. Jetzt, wo meine Tochter größer ist, hat sich alles sehr gut eingependelt!

Das können Frauen besser als Männer:

Egal ob Frau oder Mann, es gibt Dinge, die der eine oder die andere besser kann. Wichtig ist aber, dass alle die gleichen Chancen haben. Es kann nicht sein, dass eine Frau, die etwas genauso gut kann wie ein Mann, eine Stelle nicht bekommt, weil sie eine Frau ist! 

Darum ist es toll, heutzutage eine Frau zu sein: 

Ich bin Mutter einer Tochter und das ist das größte Geschenk für mich. Ich hoffe sehr, vielleicht einmal ein „Role Model“ für sie sein zu können. Ebenso arbeite ich immens gerne mit jungen Frauen zusammen, um diese aufzubauen und zu fördern.

Das sind meine typisch „weiblichen“ Eigenschaften: 

Ich bin sicherlich ein empathischer, diplomatischer und ausgleichender Mensch. Sind das weibliche Eigenschaften (grinst)?

Mein Karrieretipp für Mädchen und junge Frauen: 

An die eigenen Träume glauben und sich nicht vom Weg abbringen lassen! Auch wenn andere sagen „Es geht nicht“, nicht beirren lassen und immer daran glauben, dass es geht! Eine meiner Devisen lautet: Ich kann, Ich will, Ich werde!

Autor: Simone Reitmeier, 11.03.2021