Salzburger Powerfrauen: Cornelia Schmidjell im Karrieretalk

Mit der Wahl-Salzburgerin ist seit Juli 2020 erstmals eine Frau Direktorin der Arbeiterkammer Salzburg. Sie kam 1982 als Studentin der Rechtswissenschaften in die Mozartstadt und begann als Juristin 1988 ihre Karriere bei der AK, 2004 wurde sie Leiterin der Abteilung Sozialpolitik. Nach einem Jahr als Landesrätin für Soziales und Gesundheit (2011/2012) und überstandener Krankheit kehrte Cornelia Schmidjell in die Arbeiterkammer zurück.

Diese Frau hat mich inspiriert:

Johanna Dohnal! Sie war ihrer Zeit weit voraus, brach Strukturen auf, die Frauen benachteiligt haben und forderte konsequent eine Gesellschaft ohne Rollenzwänge.

Größte Herausforderung im Berufsleben:

Meine Ziele, soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung der Geschlechter, mit der AK und Partnerinnen und Partnern voranzutreiben.

Darum ist es toll, eine Frau zu sein:

Weil unsere Vorgängerinnen die formale Gleichstellung der Frau erkämpft haben und wir sie nun tatsächlich einfordern und umsetzen können. Für uns Frauen ist das ein tolles Fundament!

Das können Frauen besser als Männer:

Gar nichts und umgekehrt auch nicht. Das wird uns zwar immer wieder gesagt, dabei handelt es sich aber um gesellschaftliche Zuschreibungen.

Meine typisch „weiblichen“ Eigenschaften:

Auch Männer haben typisch weibliche Eigenschaften und Frauen haben typisch männliche. Auch hier handelt es sich um gesellschaftliche Stereotype. Ich persönlich bin gut im Analysieren und darin kreative Lösungswege zu finden. Außerdem bin ich hartnäckig und hinterfrage Dinge stets kritisch.

Mein Karrieretipp für Mädchen und junge Frauen:

Sucht eure eigenen Ambitionen und bündelt eure Energien in jenen Tätigkeiten, für die ihr brennt! Kommt es zur Niederlage, dann steckt sie ein, steht wieder auf und versucht es nochmals! Für beruflichen Erfolg ist heutzutage auch ein gutes Netzwerk wichtig. Man kann nie früh genug damit anfangen, es aufzubauen.

Autor: Simone Reitmeier, 10.03.2021