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Pinzgau 2040 Pressekonferenz.
Der Pinzgau präsentiert ein eigenes Energieleitbild bis 2040.
Der Pinzgau präsentiert ein eigenes Energieleitbild bis 2040.
weekend.at

Pinzgau 2040: Das ist der Plan für die Energie-Zukunft

09.04.2026 um 10:53, Yunus Emre Kurt
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Der Pinzgau setzt auf Energie-Unabhängigkeit: Mit dem Leitbild 2040 wollen Gemeinden Klimaschutz vorantreiben und neue Wege gehen.

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Mit dem Energieleitbild Pinzgau 2040 setzen die Gemeinden der Region ein starkes Zeichen für die Zukunft. Bei einer Pressekonferenz präsentierten mehrere Bürgermeister ihre gemeinsame Vision: Der Pinzgau soll langfristig energieunabhängiger und klimafreundlicher werden.

Bei der Präsentation waren unter anderem Günther Brennsteiner (Niedernsill), Barbara Huber (Bruck an der Großglocknerstraße), Michael Obermoser (Wald im Pinzgau) und Erich Rohrmoser (Saalfelden) vertreten.

Region mit langer Energie-Tradition

Dabei knüpft die Region bewusst an ihre Geschichte an. Schon im 18. Jahrhundert versorgten sich viele Gemeinden eigenständig mit Energie. Auch der Rauriser Goldbergbau spielte eine wichtige Rolle bei der frühen Nutzung von Elektrizität im Bundesland Salzburg. Dieser Pioniergeist soll nun wieder aufgegriffen und in die Zukunft getragen werden.

Ein zentraler Punkt des Leitbilds ist die Betroffenheit durch den Klimawandel. Gerade im alpinen Raum sind die Auswirkungen besonders deutlich sichtbar, etwa durch Veränderungen an Gletschern oder zunehmende Extremwetterereignisse. Die Gemeinden sind sich einig: Klimaschutz ist keine Belastung, sondern eine große Chance.

Gemeinsamer Weg der Gemeinden

Das Energieleitbild soll als Orientierung für alle Gemeinden dienen. Ziel ist es, Maßnahmen nicht isoliert umzusetzen, sondern stärker zusammenzuarbeiten und Synergien zu nutzen. Denn: Gemeinsames Handeln gilt als deutlich effizienter als Einzelinitiativen.

Langfristig verfolgt der Pinzgau eine klare Vision: Die Region soll bis spätestens 2040 klimaneutral werden. Dafür braucht es konkrete Maßnahmen und einen klaren Fahrplan. Das Leitbild liefert dafür die Grundlage.

Maßnahmen reichen von Verkehr bis Energie

Die geplanten Schritte sind vielfältig: 

  • Ausbau von Park-and-Ride-Angeboten
  • Stärkere Förderung des öffentlichen Verkehrs
  • Umstellung auf erneuerbare Energien
  • Energetische Sanierung von Gebäuden 

Auch Themen wie 30 km/h-Zonen oder neue Mobilitätskonzepte spielen eine wichtige Rolle.

Herausforderungen bleiben groß

Die Umsetzung wird jedoch nicht einfach. Viele Maßnahmen, etwa energetische Sanierungen, sind mit hohen Kosten verbunden. Allein einzelne Gemeinden investieren bereits sechsstellige Beträge in Förderprogramme. Auch gesellschaftliche Diskussionen, etwa rund um Windkraft, werden erwartet.

Ein wichtiger Ansatz des Leitbilds ist die Offenheit gegenüber verschiedenen Energieformen. Neben Wasserkraft sollen auch Geothermie, Biomasse oder Windenergie eine Rolle spielen. Dabei gilt jedoch: Bestehende Ressourcen sollen zuerst bestmöglich genutzt werden.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Einigkeit herrscht darüber, dass die Ziele nur gemeinsam erreicht werden können. Die Vernetzung zwischen Gemeinden, Wirtschaft und Bevölkerung gilt als entscheidender Faktor. Mit dem Energieleitbild 2040 setzt der Pinzgau einen klaren Schritt Richtung Zukunft.

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