Alles neu macht der Mai: Unser wöchentlicher Motivationskick mit „Mutmacher“ Alexander Egger

So verliert man in der Corona-Krise nicht die Lebensfreude

In der Psychologie gibt es eine Übung, die „Schaukelstuhltest“ genannt wird. Damit kann man sich schon während der Situation bewusst machen, dass sie eines Tages zu etwas Wunderbarem führen kann. Man stellt sich vor, man wäre viele Jahre älter und denke zurück an das Leben voller Auf und Abs. Wie würde man wohl an die jetzige Situation zurückdenken? Erscheinen die Herausforderungen immer noch so gigantisch? So gefährlich? War die Krise wirklich unüberwindbar? Oder hat man in jenen Tagen etwas gelernt? Ist man an der Situation gewachsen und vielleicht enger mit den Mitmenschen zusammengerutscht? Hat man Chancen entdeckt und ergriffen, hat sich alles ins Positive gewandelt? Jahre später wird man erkennen, welche Möglichkeiten eine schwierige Situation, wie beispielsweise auch eine schmerzhafte Trennung, mit sich gebracht hat und was man alles gelernt hat. Vielleicht sitzt man nun neben einem Partner, mit dem man langfristig glücklich geworden ist. Irgendwann wird auch die Coronakrise ihre positiven Effekte zeigen.

Dinge, die Ihnen niemand nehmen kann

Die Entschlossenheit, weiterzumachen. Den Selbstwert, den Sie sich selbst geben. Willenskraft und den Entschluss, nicht aufzugeben. Die Erfahrungen, die Sie aus dem Umgang mit vergangenen Krisen gewonnen haben. Und die Erinnerungen an schöne Erlebnisse. All das können Sie niemals verlieren. In Momenten, in denen alles aussichtslos scheint, kann jeder auf diese Dinge zurückgreifen. Man denke nur einmal an die eigenen Erfahrungen: Mit welchen Krisen war ich in meinem Leben bereits konfrontiert und wie habe ich sie gelöst? Dank dieser Denkweise entstehen optimistische und zukunftsorientierte Antworten. Verknüpfe ich das nun mit schönen Erinnerungen, bekomme ich neue Energie, auch diese Krise oder Herausforderung zu meistern.

Gebot der Stunde: Nach vorne blicken

Als ich tief in meiner persönlichen Krise steckte, sagte meine Großmutter zu mir: Im dunkelsten Tunnel scheint das Licht am allerhellsten. Wenn es rund um uns finster ist, hilft es nicht in die Vergangenheit zu blicken, auch nicht nach links oder rechts, was die anderen Leute machen oder die Politik vorgibt. Stattdessen gilt es, nach vorne zu sehen und dort den Hoffnungsschimmer zu finden. Was bedeutet die Krise für mich persönlich? Als trainierter Optimist gehe ich davon aus, dass die Zukunft für mich und auch für viele weitere Generationen gut wird. Krisen gibt es schon so lange, wie es den Menschen gibt und jede einzelne haben wir überstanden. Daher werden wir auch diese überstehen. Die Frage ist nur: Gehen Sie aus dieser Krise gestärkt oder geschwächt heraus? Das können Sie selbst entscheiden.

Zur Person: Alexander Egger

Alexander Egger machte sich mit nur 23 Jahren selbstständig, gründete 2008 das Unternehmen „die impulsgeber“ und coached seither Spitzenleister aus Sport und Wirtschaft. Sein großes Vorbild ist Sylvester Stallone, der als Rocky Balboa oder Rambo nie aufgegeben hat, immer wieder aufgestanden ist und sich nicht verbiegen ließ. Einfach war es auch für Alexander Egger nicht immer: Lange Zeit galt er als der schwerste Neurodermitis-Fall im deutschsprachigen Raum, verbrachte viel Zeit in Kliniken, hatte keinen Schulabschluss, keine Freundin und nur wenig Freude am Leben. All das hat der 42-Jährige hinter sich gelassen, sich zurück ins Leben katapultiert – heute gibt er sein Wissen weiter und verhilft anderen, Selbstzweifel auszumerzen und neue Motivation zu finden.

Alexander Egger | Credit: Milenko Zuna
Autor: Simone Reitmeier, 01.05.2021