258 Wohnungen: Neues Wohnviertel setzt Maßstäbe in Salzburg
- Großprojekt für Salzburg
- Vielfältiges Wohnen an einem Ort
- Innovative Energieversorgung
- Soziales Miteinander im Fokus
- Auszeichnungen und Forschung
Im Salzburger Stadtteil Gneis ist eines der größten Wohnbauprojekte der vergangenen Jahre entstanden. Das Quartier „GNICE – Wohnen am Eichetwald“ vereint Wohnraum, Kinderbetreuung, medizinische Versorgung und Gemeinschaftseinrichtungen auf einem gemeinsamen Areal. Die Heimat Österreich sieht darin ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung und leistbares Wohnen.
Insgesamt wurden 17 Wohngebäude mit 258 Wohnungen errichtet. Neben Eigentums- und Baurechtswohnungen stehen auch geförderte Mietwohnungen sowie Angebote für betreutes Wohnen zur Verfügung. Damit richtet sich das Quartier an unterschiedliche Generationen und Lebenssituationen.
Großprojekt für Salzburg
Das neue Quartier zählt zu den umfangreichsten Wohnbauvorhaben der Heimat Österreich. Neben den Wohnungen entstanden auch ein viergruppiger Kindergarten, eine Krabbelgruppe, eine Arztordination sowie weitere Einrichtungen, die den Alltag der Bewohner erleichtern sollen.
Durch die Lage nahe dem Eichetwald verbindet das Projekt städtische Infrastruktur mit einem direkten Zugang zu Naherholungsgebieten. Gleichzeitig bleibt die Salzburger Innenstadt in kurzer Zeit erreichbar.
Vielfältiges Wohnen an einem Ort
Ein wesentliches Merkmal des Quartiers ist die Mischung verschiedener Wohnformen. Eigentumswohnungen, Baurechtswohnungen, geförderte Mietwohnungen und betreute Wohnangebote befinden sich auf demselben Areal. Dadurch soll ein generationenübergreifendes Zusammenleben gefördert werden.
Ergänzt wird das Konzept durch Gemeinschaftsflächen, einen Weltladen sowie Wohnangebote für ältere Menschen. Auch Einrichtungen der Caritas sind Teil des Projekts und unterstützen Bewohnerinnen und Bewohner im betreuten Wohnen.
Innovative Energieversorgung
Besonderes Augenmerk legten die Projektverantwortlichen auf die technische Ausstattung. Die Energieversorgung kombiniert mehrere nachhaltige Technologien, darunter Photovoltaik, Geothermie, Bauteilaktivierung und die Nutzung von Abwasserwärme.
Dadurch soll das Quartier weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern betrieben werden. Das System versorgt die Gebäude mit Wärme, Warmwasser und ermöglicht gleichzeitig eine energieeffiziente Kühlung in den Sommermonaten.
Soziales Miteinander im Fokus
Neben der baulichen Qualität spielt auch das soziale Konzept eine zentrale Rolle. Betreutes Wohnen, Gemeinschaftsräume und Angebote für verschiedene Altersgruppen sollen das Zusammenleben stärken.
Die Mischung aus Familienwohnungen, Wohnformen für Seniorinnen und Senioren sowie gemeinschaftlich genutzten Bereichen soll ein lebendiges Wohnumfeld schaffen. Gleichzeitig entstehen kurze Wege zu Betreuung, medizinischer Versorgung und Kinderbetreuung.
Auszeichnungen und Forschung
Für sein nachhaltiges Gesamtkonzept wurde das Projekt bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt das Quartier Zertifizierungen für besonders klima- und zukunftsorientiertes Bauen.
Zudem ist GNICE Teil eines europäischen Forschungsprojekts, das sogenannte Plus-Energie-Quartiere untersucht. Ziel ist es, Erfahrungen mit innovativen Energiekonzepten zu sammeln und diese für zukünftige Wohnbauprojekte nutzbar zu machen.