Die schönsten Adventbräuche in Salzburg

Diese Traditionen sorgen auch in Zeiten von Corona und Lockdown für festliche Weihnachtsstimmung.
Autor: Simone Reitmeier, 01.12.2021 um 14:46 Uhr

Christbaum aussuchen

Nichts stimmt mehr auf das bevorstehende Fest ein, als das gemeinsame Aussuchen des Christbaums. Eine Baumschule mit verschieden großen Nordmanntannen und Blaufichten gibt es bei Christbäume Stürzer in Nußdorf. Wer will, kann sein Bäumchen auch selbst schneiden und mit nach Hause nehmen.

Barbarazweige aufstellen

Kirsch- oder andere Obstbaumzweige werden am 4. Dezember geschnitten und in einer Vase eingewässert. Blühen sie bis Heiligabend, bringen sie Glück im neuen Jahr.

Barbarazweige | Credit: iStock.com/S847

Raunächte: „Rauchengehen“

Am 21., 24. & 31. Dezember sowie am 5. Jänner wird geräuchert, um der Legende nach Haus, Mensch und Tier vor Unheil zu bewahren und böse Geister zu vertreiben. Mit Räucherschale samt Glut, Kräutern und Harzen werden dabei in den Raunächten alle Räumlichkeiten „ausgeräuchert“.

"Rauchengehen" vertreibt böse Geister | Credit: SalzburgerLand Tourismus/Achim Meurer

Friedenslicht holen

Jedes Jahr bringt ein österreichisches Kind das Licht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem per Flugzeug in einer Speziallampe nach Oberösterreich. Von dort aus wird es in die ganze Welt verteilt. Das Friedenslicht wird am Heiligabend u. a. an Bahnhöfen, bei Rot-Kreuz-Dienststellen und in Pfarren abgeholt und nach Hause gebracht.

Friedenslicht nach Hause holen | Credit: iStock.com/Vladimir Vinogradov

Bachlkoch am Mittagstisch

Das einfache und süße Pinzgauer Traditionsgericht aus Mehl, Milch, Butter und Honig kommt zu Mittag am 24. Dezember auf den Tisch. Um die Speise ranken sich auch so einige Mythen. Wird es serviert, müssen beispielsweise alle Familienmitglieder anwesend sein. Betritt nämlich während des Essens jemand den Raum, soll es im folgenden Jahr einen Todesfall in der Familie geben. Zudem müsse aufgegessen werden, da sonst die Perchten im Haus ihr Unwesen treiben. Bleibt trotz allem etwas übrig, streicht man den Rest auf die Rinden von Obstbäumen – das soll eine reiche Ernte im darauffolgenden Jahr bescheren.

Pinzgauer Gericht: Bachlkoch | Credit: Foto Bauer

Weihnachtsbaum für Wildtiere

Bei einem Spaziergang im Wald wird ein Baum für Rehe, Hirsche, Eichhörnchen & Co. mit Leckerbissen dekoriert. Besonders gern gesehen sind ausgehöhlte Äpfel mit einer Füllung aus Kokosfett, Sonnenblumenkörnern, Nüssen und Karotten- sowie Apfelstückchen. Aufgehängt werden die „Kugeln“ mit Kokoszwirn oder Spagat.

Leckerbissen für Waldbewohner aufhängen | Credit: iStock.com/JMrocek

Punsch- & Maroni-Abend

Ein Abend mit der Familie oder den engsten Freunden samt Glühwein, Punsch, Maroni und Keksen ist ebenfalls ein Fixpunkt im „Adventkalender“.

Punsch-Abend | Credit: iStock.com/ChamilleWhite

Weihnachts-Pulli tragen

Im Kleiderschrank gibt es das „eine“ Stück, dass nur die Wochen vor oder direkt am Heiligabend getragen wird: der Weihnachtspulli mit Rentier-, Schneemann- oder Nikolausaufdruck.

Must-have: Lustiger Weihnachtspulli | Credit: iStock.com/gpointstudio

Kletzenbrot essen

Gehört zur Weihnachtszeit wie die Kekse und Christbaum: ein frisch gebackenes Kletzenbrot mit Rosinen, gedörrten Birnen und Nüssen. Am besten schmeckt es übrigens mit Butter.

Kletzenbrot | Credit: iStock.com/PicturePartners