Bad Gastein: Kind (12) von Lawine verschüttet
- Lawine löst sich im freien Skiraum
- Augenzeugen alarmieren sofort Rettung
- Vergeblicher Kampf um das Leben des Kindes
- Vorheriger Lawinenalarm im selben Gebiet
- Lawinengefahr im Gasteinertal weiter hoch
Ein tragisches Unglück hat am Dienstag das Gasteinertal erschüttert. Ein zwölfjähriger Bub aus Tschechien ist im Bereich der Mittelstation der Goldbergbahn in Bad Gastein von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Trotz rascher Bergung konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen.
Lawine löst sich im freien Skiraum
Der Bub war mit einer Gruppe aus vier Erwachsenen und zwei weiteren Kindern – alle aus Tschechien – im freien Skiraum unterwegs. Nach Angaben der Bergrettung hat sich der Unfall oberhalb der Mittelstation ereignet, etwa 200 Höhenmeter über der Goldbergbahn. Dort hat der Schüler selbst ein Schneebrett ausgelöst, das ihn mit voller Wucht gegen die Lawinenverbauungen drückte.
Augenzeugen alarmieren sofort Rettung
Der Bereich war von der Gondelbahn aus gut einsehbar. „Augenzeugen haben die Bergrettung alarmiert, als sie den Vorfall beobachtet haben“, erklärte Einsatzleiter Andi Kandler. Binnen Minuten startete ein Großeinsatz mit drei Hubschraubern, der Alpinpolizei, mehreren Hundeführern und zwölf Mitgliedern der Bergrettung Bad Gastein.
Vergeblicher Kampf um das Leben des Kindes
Die Einsatzkräfte konnten den Buben rasch orten und aus den Schneemassen bergen. 45 Minuten lang kämpften sie um sein Leben, während ein Notarzt per Hubschrauber eingeflogen wurde. Trotz aller Bemühungen blieb jede Hilfe vergebens. Der Bub erlag seinen schweren Verletzungen.
Keine Stunde später der nächste Einsatz: Ein erst 12-jähriger Skifahrer kam in einen Schneebrett im freien Skiraum-...
Gepostet von Bergrettung Bad Gastein am Dienstag, 13. Januar 2026
Vorheriger Lawinenalarm im selben Gebiet
Weniger als eine Stunde vor dem Unglück hatte ein schwedischer Snowboarder im selben Skigebiet ein großes Schneebrett ausgelöst. Der Mann blieb unverletzt und meldete sich selbstständig bei der Bergbahn. „Gottseidank meldete sich der schwedische Snowboarder umgehend bei der Bergbahn und so konnte Entwarnung gegeben werden“, berichtet die Bergrettung auf Facebook.
Lawinengefahr im Gasteinertal weiter hoch
Die Einsatzkräfte warnen eindringlich vor der derzeitigen Schneelage. „Die Schneebrettgefahr ist erheblich, erst die Windverfrachtung und jetzt die Tageserwärmung. Bitte vorsichtig sein“, appelliert die Bergrettung Bad Gastein. Die Lawinenwarnstufe lag am Dienstag bei Stufe 4 – „groß“.