Red Bull Arena oder Neubau: So steht es um Austria Salzburg
Die Stadionfrage beschäftigt Austria Salzburg schon seit Jahren, nun gewinnt die Diskussion erneut deutlich an Fahrt. Während mehrere Parteien in der Stadt unterschiedliche Lösungen ins Spiel bringen, wird auch eine gemeinsame Nutzung der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim diskutiert. Austria-Kapitän Florian Rieder kann sich genau diese Variante allerdings nur schwer vorstellen.
Rieder reagiert auf Red-Bull-Arena-Idee
Eine der derzeit diskutierten Möglichkeiten wäre, dass Austria Salzburg künftig ebenfalls Spiele in der Red Bull Arena austrägt. Ingeborg Haller von der Bürgerliste hatte zuletzt vorgeschlagen, dass sich Red Bull Salzburg und die Austria eine Spielstätte teilen könnten.
Bei Austria-Kapitän Florian Rieder stößt diese Vorstellung offenbar auf wenig Begeisterung. Gegenüber LAOLA1 erklärte der 30-Jährige, dass er sich eine solche Lösung „beim besten Willen nicht vorstellen“ könne. Gleichzeitig betonte er, dass ihm die nötigen Einblicke in die konkreten Planungen der Stadt fehlen.
Aufgrund der Geschichte beider Vereine wäre eine gemeinsame Heimstätte jedenfalls hochbrisant. Seit der Neugründung der Austria 2005 gilt das Verhältnis zwischen den violetten Fans und Red Bull Salzburg als äußerst angespannt.
Maxglan stößt an seine Grenzen
Der Handlungsbedarf wächst auch deshalb, weil die derzeitige Heimstätte in Maxglan langfristig keine Lösung für höhere sportliche Ziele bietet. Das Stadion wurde 1999 errichtet und wird seit 2007 von Austria Salzburg genutzt.
Nach mehreren Umbauten verfügt die Anlage offiziell über 1.566 Plätze. Für die 2. Liga reicht das derzeit noch aus, für einen möglichen Aufstieg in die Bundesliga wäre Maxglan jedoch nicht ausreichend.
Sportlich und wirtschaftlich hat sich die Austria zuletzt stabilisiert. Der Klub spielt mittlerweile seine zweite Saison in der 2. Liga und arbeitet mit einem Budget von rund 2,25 Millionen Euro. Gleichzeitig stoßen die Heimspiele regelmäßig an die Kapazitätsgrenze.
Politik bringt mehrere Standorte ins Spiel
Auch deshalb ist die Stadionfrage wieder stärker in den Mittelpunkt der Salzburger Stadtpolitik gerückt. FPÖ-Klubobmann Paul Dürnberger fordert, eine erstligataugliche Heimstätte für Austria Salzburg im Räumlichen Entwicklungskonzept der Stadt festzuschreiben.
Die KPÖ nennt gleich mehrere mögliche Standorte, die geprüft werden sollen. Dazu gehören das Messegelände, das frühere Asfinag-Areal in Liefering sowie eine große Parkfläche in Salzburg-Süd.
Bereits 2021 gab es konkrete Pläne für ein Mehrzweckstadion am Messegelände. Die Max-Aicher-Gruppe wollte dort eine Arena für 5.000 Zuschauer in Kombination mit mehr als 400 Wohnungen errichten. Das Projekt wurde letztlich nicht umgesetzt.
Bundesliga macht Stadionfrage noch dringlicher
Für Austria Salzburg könnte das Thema spätestens in den kommenden Jahren entscheidend werden. Die Bundesliga hat ihre Infrastruktur-Regeln verschärft. Aufstiegsanwärter aus der 2. Liga müssen nach einer Übergangsfrist ab 2029/30 grundsätzlich ein eigenes bundesligataugliches Stadion vorweisen.