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Max Aicher Stadion in Maxglan könnte bald Geschichte sein.
Im Sportzentrum Nord in Liefering ist ein Stadtstadion mit 5.000 Plätzen geplant.
Im Sportzentrum Nord in Liefering ist ein Stadtstadion mit 5.000 Plätzen geplant.
SVAS

5.000 Plätze: So soll Austrias neues Stadion aussehen

29.10.2026 um 13:02, Yunus Emre Kurt
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Die Stadt Salzburg plant eine neue Heimstätte für die Austria: 5.000 Plätze, bis zu 20 Millionen Euro Kosten und ein möglicher Einzug im Sommer 2030.

Für Austria Salzburg zeichnet sich überraschend eine konkrete Perspektive in der seit Jahren offenen Stadionfrage ab. Bürgermeister Bernhard Auinger will, wie die Salzburger Nachrichten berichten, im Sportzentrum Nord in Liefering ein neues Stadtstadion errichten lassen. Geplant sind 5.000 Zuschauerplätze, Austria Salzburg soll Hauptmieter werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Zweitligist ab der Saison 2030/31 dort seine Heimspiele austragen. Beschlossen ist das Millionenprojekt allerdings noch nicht.

​Stadion soll in Liefering entstehen

Als bevorzugter Standort gilt das Sportzentrum Nord in Liefering. Konkret soll das Stadion auf dem Gelände des ehemaligen ASVÖ Liefering entstehen. Dort befinden sich derzeit Sportflächen und eine Leichtathletikanlage.

Laut Auinger gegenüber Medien wurde die grundsätzliche Machbarkeit bereits geprüft. Auch die Landesumweltanwaltschaft könne sich eine Fußballarena dort unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen. Für die Leichtathleten, deren Laufbahn durch den Bau betroffen wäre, müsste allerdings eine Ersatzlösung gefunden werden.

Als weitere Möglichkeit wird ein Platz des ATSV Salzburg innerhalb des Sportzentrums genannt. Diese Variante wird derzeit aber nicht bevorzugt. Gespräche mit dem Verein haben laut Bürgermeister noch nicht stattgefunden.

​Bis zu 20 Millionen Euro Baukosten

Die derzeitige Kostenschätzung liegt zwischen zehn und 20 Millionen Euro. Nach den Vorstellungen des Bürgermeisters sollen Stadt und Land Salzburg die Finanzierung gemeinsam stemmen. Konkrete Vereinbarungen dazu gibt es allerdings noch nicht.

Die ersten Bagger könnten frühestens 2028 rollen. Ziel wäre es, das Stadion bis Sommer 2030 fertigzustellen. Neben Fußballspielen sind auch andere Sport- und Kulturveranstaltungen vorgesehen. Austria Salzburg würde als Hauptmieter auftreten.

Die Zeit drängt: Das derzeitige Stadion in Maxglan fasst lediglich 1.566 Zuschauer und stößt regelmäßig an seine Kapazitätsgrenze. Wegen eines Wohnbauprojekts in unmittelbarer Nachbarschaft soll dort spätestens ab 2031 kein Profifußball mehr möglich sein.

​Der große Haken beim neuen Stadion

Eine entscheidende Frage bleibt allerdings ungelöst: Das bisher vorgestellte Konzept wäre nicht für Spiele in der höchsten österreichischen Bundesliga geeignet.

Grund dafür ist vor allem das Flutlicht. Die Landesumweltanwaltschaft signalisiert zwar grundsätzlich Zustimmung zum Standort, nicht jedoch für eine Lichtanlage, die den Anforderungen der Bundesliga entsprechen würde.

Auinger verweist deshalb für den Fall eines späteren Aufstiegs auf die Red Bull Arena in Wals-Siezenheim. Austria-Präsident Hubert Palfinger sieht die Bundesliga derzeit ohnehin nicht als unmittelbares Thema und betont, dass sich der Klub zunächst in der 2. Liga weiterentwickeln wolle.

​Politische Kritik an den Plänen

Politisch ist das Projekt bereits umstritten. FPÖ-Klubobmann Paul Dürnberger kritisiert die Vorgangsweise des Bürgermeisters und fordert von Beginn an ein bundesligataugliches Stadion. Eine Millioneninvestition in eine Arena, aus der die Austria bei einem Aufstieg wieder ausziehen müsste, hält er für kurzsichtig.

Die KPÖ begrüßt das Sportzentrum Nord als weitere Möglichkeit, will andere diskutierte Standorte aber noch nicht ausschließen. Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl fordert eine umfassende Prüfung im Räumlichen Entwicklungskonzept.

Damit ist die Richtung zwar konkreter als noch vor wenigen Monaten, eine endgültige Entscheidung aber noch nicht gefallen. Finanzierung, Genehmigungen, Ersatzflächen für andere Sportvereine und die Bundesliga-Tauglichkeit müssen erst geklärt werden.

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