KTM streicht Jobs: Stellenabbau in Mattighofen geht weiter
- Erneute Hiobsbotschaften aus Mattighofen
- Maßnahme folgt auf tiefgreifende Sanierung
- Welche Jobs gestrichen werden
- Ziel: Straffung und Fokussierung
- Pierer Mobility: Namensänderung jetzt offiziell
- Wie es mit dem Standort weitergeht
Erneute Hiobsbotschaften aus Mattighofen: Wie gestern bekannt wurde, streicht die KTM AG im Rahmen eines Effizienzprogramms rund 500 der 3.794 Arbeitsplätze. Betroffen sind vor allem Angestellte und das mittlere Management, rund zwei Drittel der Stellen entfallen auf Österreich. Für den geplanten Personalabbau hat das Unternehmen die gesetzlich erforderliche Frühwarnmeldung beim AMS eingereicht.
Erneute Hiobsbotschaften aus Mattighofen
Wie gestern bekannt wurde, streicht die KTM AG im Rahmen eines Effizienzprogramms rund 500 der 3.794 Arbeitsplätze. Betroffen sind vor allem Angestellte und das mittlere Management, rund zwei Drittel der Stellen entfallen auf Österreich. Für den geplanten Personalabbau hat das Unternehmen die gesetzlich erforderliche Frühwarnmeldung beim AMS eingereicht.
Maßnahme folgt auf tiefgreifende Sanierung
Der Jobabbau ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, mit dem KTM seine Kosten senken und die Unternehmensstrukturen verschlanken will. „Dieser Stellenabbau ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um unsere Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und das Unternehmen damit langfristig stabil aufzustellen“, erklärt CEO Gottfried Neumeister. Bereits 2024 hatte die KTM AG eine Insolvenz durchlaufen und 2025 den Neustart unter der Kontrolle der Bajaj Mobility AG gewagt.
Welche Jobs gestrichen werden
Das Unternehmen spricht von „schwierigen, aber notwendigen Maßnahmen, um nach der Insolvenz der KTM AG Ende 2024 den erfolgreichen Neubeginn aus dem Vorjahr 2025 fortzusetzen“. Konkret sollen die Kürzungen vor allem Verwaltungs- und Managementfunktionen treffen. In mehreren Abteilungen werde eine komplette Führungsebene herausgenommen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Auch IT-Bereiche und administrative Services stehen auf dem Prüfstand. Produktionsarbeitsplätze in Mattighofen und am Standort Munderfing seien nach aktuellem Stand weniger stark betroffen.
Ziel: Straffung und Fokussierung
KTM beschreibt das Programm als Teil einer langfristigen Neuausrichtung. Ziel sei eine „Reduktion der Komplexität“ in allen Bereichen – von der Modellpalette über interne Prozesse bis hin zum internationalen Standortnetzwerk. Die Kernmarken KTM, Husqvarna und GASGAS sollen künftig im Mittelpunkt stehen. „Wir reduzieren in allen Bereichen an Komplexität“, betont Neumeister. Mit einem kleineren Kernteam und geringeren Strukturkosten will das Unternehmen wieder zu einem der führenden Motorradhersteller der Welt werden.
Pierer Mobility: Namensänderung jetzt offiziell
Die KTM-Mutter Pierer Mobility AG heißt nun offiziell Bajaj Mobility AG. Die in einer außerordentlichen Hauptversammlung im November beschlossene Änderung des Firmenwortlauts ist seit Dienstag im Firmenbuch eingetragen, teilte das Unternehmen mit. Bajaj, seit 2007 Partner des oberösterreichischen Motorradbauers KTM, hatte im Frühjahr mit einer Finanzspritze das Überleben der insolventen KTM gesichert. Im Gegenzug übernahm Bajaj das bisherige Joint Venture Pierer Bajaj vollständig und damit die Kontrollmehrheit an der KTM-Mutter. Mit der Namensänderung ging auch die Verlegung des Firmensitzes von Wels nach Mattighofen (Bezirk Braunau) einher. Das Firmenlogo zeigt bereits die neue Bezeichnung Bajaj Mobility AG.
Wie es mit dem Standort weitergeht
Der Standort Mattighofen bleibt trotz der Einschnitte das Herzstück der Gruppe. Nach der Umfirmierung und der Machtübernahme durch Bajaj ist die neue Eigentümerstruktur nun auch nach außen sichtbar. Bajaj hält über mehrere Ebenen die Mehrheit an der KTM-Gruppe und will die Restrukturierung „in Österreich und weltweit begleiten“. Die Konzernführung zeigte sich überzeugt, dass KTM durch die Sparmaßnahmen langfristig stabiler dastehen wird. Für viele Beschäftigte in Mattighofen bleibt die Zukunft dennoch ungewiss.