Tragödie in Jeging: Landwirt (59) stürzt mit Hoftrac in den Tod
- Jeging: Landwirt stürzt mit Hoftrac ab
- Sohn und Nachbar versuchen, Landwirt zu retten
- Feuerwehr Jeging: Einsatz besonders belastend
- Krisenintervention für Angehörige und Feuerwehr
Ein tödlicher Arbeitsunfall in Jeging im Bezirk Braunau erschüttert Oberösterreich. Ein 59-jähriger Landwirt ist am Mittwoch bei Verladearbeiten mit seinem Hoftrac aus dem ersten Stock einer Scheune gestürzt. Sein Sohn und ein Nachbar eilten ihm zu Hilfe. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starb der Mann noch an der Unfallstelle.
Jeging: Landwirt stürzt mit Hoftrac ab
Der 59-Jährige war am Mittwochvormittag auf seinem Milchviehbetrieb unmittelbar neben der Pfarrkirche in Jeging mit dem Verladen von Sandsäcken beschäftigt. Dabei dürfte er mit seinem Hoftrac über einen Mauervorsprung geraten sein. Das schwere Fahrzeug stürzte mitsamt dem Landwirt aus dem offenen ersten Stock der Scheune in die Tiefe.
Um 11.49 Uhr wurden die Feuerwehren Jeging, Munderfing und Palting mit dem Einsatzstichwort „Person unter Fahrzeug“ alarmiert. Auch Rettung und Polizei rückten aus.
Sohn und Nachbar versuchen, Landwirt zu retten
Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelang es dem Sohn des Verunglückten und einem Nachbarn, den 59-Jährigen zu befreien. Die Rettungskräfte übernahmen die medizinische Versorgung und versuchten, den Mann zu reanimieren. Doch seine Verletzungen waren zu schwer. Der Landwirt starb an der Unfallstelle.
Feuerwehr Jeging: Einsatz besonders belastend
„Unser Depot ist nur 800 Meter vom Einsatzort entfernt. Die Rettungskette hat perfekt funktioniert“, erklärt Feuerwehrkommandant Markus Wiesauer gegenüber der Kronen Zeitung.
Für die örtliche Feuerwehr war der Einsatz dennoch besonders schwierig. „In einem 800-Einwohner-Ort kennt jeder jeden, das machte den Einsatz besonders fordernd. Der Sohn ist selbst Feuerwehr-Mitglied“, so Wiesauer.
Krisenintervention für Angehörige und Feuerwehr
Der Verstorbene hinterlässt seine Ehefrau und vier erwachsene Söhne. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes wurde zur Betreuung der Hinterbliebenen angefordert.
Auch die Feuerwehr nahm psychologische Unterstützung in Anspruch. Der Einsatz wurde unmittelbar danach mit der Stressverarbeitungseinheit besprochen.