Blackout ist realistisch: Jeder muss sich selbst rüsten

„Wenn im Land das Licht ausgeht – ist Eigenvorsorge oberstes Gebot“, appelliert Landesrätin Michaela Langer-Weninger an alle Oberösterreicher. Gemeinden und Städte können nicht alles Notwendige „am Silbertablett servieren“.
Autor: Conny Engl, 22.08.2022 um 13:45 Uhr

„Für die meisten von uns ist ein Blackout unvorstellbar und doch ist es ein reales Szenario, auf das wir alle vorbereitet sein müssen“, mahnt Katastrophenschutz-Landesrätin heute in einer Presseaussendung. Die Energieversorgung sei durch den Krieg gegen die Ukraine knapper geworden, zugleich steige der Verbrauch. Neben Sparmaßnahmen brauche es Blackout-Notfallpläne.

Eigenvorsorge unverzichtbar

Solche „SOS-Pläne“ gibt es für unsere Städte und Gemeinden, denn diese müssen im Ernstfall auch viele Aktivitäten regional erledigen und koordinieren. Doch wichtig ist dennoch die Eigenvorsorge, appelliert Langer-Weninger: „Wer noch immer im Glauben ist, dass im Falle eines Blackouts das Land Oberösterreich an der Tür klopft und alles Notwendige am Silbertablett serviert, den muss ich leider enttäuschen. Die Bewältigung eines derartigen Szenarios kann nur gemeinsam funktionieren. Das kann mit der Eigenvorsorge durch Lebensmittel beginnen und bis zur Nachbarschaftshilfe reichen.“

Im Falle eines Blackouts

Das sollte jeder vorsorglich Zuhause haben:

  • Lebensmittel- und Getränkevorrat für mindestens sieben Tage pro Person
  • Ersatzbeleuchtung (Kurbeltaschenlampe, Petroleumleuchten, Kerzen, ...)
  • Ersatzkochgelegenheit
  • Notfallradio (z.B.: Kurbelradio mit Dynamobetrieb)
  • Bargeld
  • Hygiene- und Gesundheitsartikel
  • Alternative Heizmöglichkeit
  • Stromaggregat

Infos & Tipps

Eine gute Möglichkeit sich über Selbstschutzthemen zu informieren, bietet der OÖ Zivilschutz in Form zahlreicher Vorträge sowie eines umfangreichen, kostenlosen Broschüren-Sortiments. Alles Infos unter: www.zivilschutz-ooe.at

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