Westbahn-Sperre: Schaden sorgt für massive Ausfälle
Seit den Abendstunden des Donnerstags (16. Juli 2026) ist die Weststrecke zwischen St. Valentin und Linz Hauptbahnhof nur sehr eingeschränkt befahrbar. Ursache für die gravierenden Probleme sind ein schwerer Oberleitungsschaden sowie eine damit verbundene Stellwerksstörung. Da von den regulär vier verfügbaren Gleisen in diesem Abschnitt aktuell nur zwei benutzbar sind, mussten die Bundesbahnen ein umfassendes Notfahrprogramm aktivieren. Die gravierende Einschränkung auf der Westbahn-Strecke zwischen St. Valentin und Linz wird voraussichtlich noch länger andauern.
Die ÖBB arbeiten nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Reparatur der beschädigten Infrastruktur, ein Ende der Arbeiten ist jedoch noch nicht absehbar.
Fernverkehr fährt nach Notfahrprogramm
Um den überregionalen Verkehr trotz der verringerten Gleiskapazitäten aufrechtzuerhalten, wurde im Fernverkehr ein Notfahrprogramm eingerichtet. Die Railjet Express Züge (RJX) sowie die ICE-Verbindungen von und nach Deutschland können den betroffenen Abschnitt passieren, müssen jedoch mit Verspätungen eingetaktet werden. Auch der internationale Nachtzugverkehr bleibt laut ÖBB-Angaben sichergestellt. Reguläre Intercity-Verbindungen (IC) können die Strecke hingegen nicht befahren und enden vorzeitig in den Bahnhöfen St. Valentin beziehungsweise Linz Hauptbahnhof. Güterzüge werden, sofern logistisch möglich, großräumig umgeleitet.
Schienenersatzverkehr und Ticketanerkennung eingerichtet
Für den regionalen Nahverkehr wurde bereits kurz nach dem Eintreffen der Störungsmeldung ein Schienenersatzverkehr mit Autobussen zwischen St. Valentin und Linz eingerichtet. Die Flotte der Ersatzbusse wurde seit den frühen Freitagmorgenstunden nochmals aufgestockt, um die Pendlerströme zu bewältigen. Zudem wurde eine Kooperation mit dem privaten Mitbewerber Westbahn vereinbart. Die Westbahn verkehrt auf dem Abschnitt einmal pro Stunde im reduzierten Betrieb und legt außerplanmäßige Stopps in St. Valentin ein. ÖBB- und Westbahntickets werden im Bereich zwischen St. Valentin und Wels Hauptbahnhof vorerst wechselseitig anerkannt.
Behebung der massiven Schäden erfordert Zeit
Die technischen Teams der ÖBB-Infrastruktur versuchen unter Hochtouren, die beschädigte Oberleitung zu reparieren und die Funktionsfähigkeit des Stellwerks wiederherzustellen. Da die Schäden an den technischen Anlagen jedoch als massiv eingestuft werden, lässt sich die genaue Dauer der Reparaturarbeiten zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Freitagmittag) noch nicht beziffern. Fahrgäste werden dringend gebeten, sich vor dem geplanten Fahrtantritt über die digitale Fahrplanauskunft SCOTTY, auf der ÖBB-Webseite oder telefonisch beim Kundenservice zu informieren.