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Ein geöffneter Wasserhahn, aus dem ein spärlicher Wasserstrahl fließt
Aufgrund hoher Verbräuche in Wien musste die Wasserzufuhr für Laab im Walde vorübergehend ausgesetzt werden.
Aufgrund hoher Verbräuche in Wien musste die Wasserzufuhr für Laab im Walde vorübergehend ausgesetzt werden.
New Africa/Shutterstock

Wasserknappheit: Wien dreht Laab im Walde vorübergehend Wasser ab

04.08.2026 um 14:15, Marcel Toifl
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Die anhaltende Hitzewelle sorgt im Großraum für eine spürbare Wasserknappheit. Wiener Wasser drosselte für Laab im Walde zeitweise die Zufuhr.

Die anhaltende Hitzewelle und ein außergewöhnlich hoher Verbrauch in der Bundeshauptstadt führen zu ersten spürbaren Konsequenzen im Umland. Aufgrund der akuten Wasserknappheit hat die Stadt Wien über ihren Betrieb Wiener Wasser die Trinkwasserzufuhr für die niederösterreichische Nachbargemeinde Laab im Walde vorübergehend eingestellt, um die eigene Versorgungssicherheit zu garantieren.

Obwohl die Lieferunterbrechung nach 24 Stunden wieder aufgehoben werden konnte, bleibt die Lage in den Umlandgemeinden angespannt.

Wiener Wassergesetz greift bei Engpass

Die Maßnahme traf die Gemeinde im Bezirk Mödling mit ihren rund 1.100 Einwohnern unvorbereitet. Grund für den Schritt ist eine rechtliche Sonderstellung der Bundeshauptstadt bei Trockenheit und Versorgungsengpässen.

Amtsleiter Thomas Stagl erklärt dazu gegenüber der Tageszeitung Heute die rechtliche Handhabe:

„Es gibt einen speziellen Paragraphen im Wiener Wassergesetz, dass Wien bei Knappheit die bevorzugte Gemeinde ist.“

Eine Abschaltung in dieser Form habe es bislang nur im Rahmen technischer Wartungsarbeiten gegeben. Laut Wiener Wasser bleibt die Drosselung der Wasserabgabe an weitere Gemeinden entlang der Hochquellleitung aufgrund des unüblich hohen Verbrauchs derzeit noch aufrecht.

Ausweichleitung und Aufruf zum Wassersparen

Während des Lieferstopps über die Wiener Hochquellleitung wurde die Versorgung von Laab im Walde über die Triestingtaler Wasserleitung aufrechterhalten. Da diese Zweitleitung jedoch nur eine deutlich geringere Wassermenge liefern kann, rief die Gemeindeführung umgehend zum strikten Sparen auf.

Amtsleiter Thomas Stagl mahnt zur Achtsamkeit:

„Wir müssen achtsam sein, Wasser ist ein kostbares Gut. Und man weiß nicht, wie lange die Trockenperiode anhält.“

Die Einwohner wurden dazu angehalten, den Verbrauch im Alltag auf das Notwendigste zu begrenzen. Dazu zählen folgende Verhaltensempfehlungen:

  • Verzicht auf Befüllung: Pools und Planschbecken dürfen vorerst nicht neu befüllt werden.
  • Keine Autowäsche: Private Fahrzeugwäschen im Gemeindegebiet sind zu unterlassen.
  • Sparsamkeit im Haushalt: Wasch- und Geschirrspülmaschinen nur voll beladen nutzen sowie beim Duschen und Kochen sparsam mit dem Trinkwasser umgehen.

Einspeisung nach 24 Stunden wieder aufgenommen

Nach rund 24 Stunden konnte die Unterbrechung der Einspeisung aus der Wiener Hochquellleitung vorerst wieder beendet werden. Dennoch bleibt die Warnung der Behörden bestehen, da die anhaltende Hitze das Wasserversorgungsnetz im Großraum Wien weiterhin stark belastet.

Die Kernpunkte des Versorgungsengpasses im Überblick:

  • Gesetzlicher Vorrang: Das Wiener Wassergesetz räumt der Bundeshauptstadt bei Ressourcenknappheit Priorität ein.
  • Überbrückung: Die Versorgung erfolgte während des Stopps über die kapazitätsärmere Triestingtaler Leitung.
  • Appell an die Bevölkerung: Ein bewusster Umgang mit Trinkwasser bleibt im gesamten Umland weiterhin essenziell.

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