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Nahaufnahme einer roten Feuerwehrlasterhaube mit 'FEUERWEHR'-Text, die das Design von Notfallfahrzeugen und die städtische Umgebung hervorhebt.
Bauernhof in Vollbrand: Zahlreiche Kühe und Kälber konnten nicht gerettet werden.
Bauernhof in Vollbrand: Zahlreiche Kühe und Kälber konnten nicht gerettet werden.
HelgaQ / Shutterstock.com

Flammeninferno: Großbrand zerstört Bauernhof komplett

22.05.2026 um 08:40, Yunus Emre Kurt
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Bauernhof in Vollbrand: Ein verheerender Großbrand hat in Kirchberg am Wechsel einen Bauernhof schwer zerstört. Zahlreiche Tiere kamen in den Flammen ums Leben.

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Ein verheerender Großbrand hat in der Nacht auf Freitag einen Bauernhof in Kirchberg am Wechsel in Niederösterreich erschüttert. Meterhohe Flammen schlugen aus mehreren Gebäuden, zahlreiche Tiere kamen in den Flammen ums Leben. Rund 180 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen das Feuer. Menschen wurden nach ersten Informationen nicht verletzt.

Meterhohe Flammen schon von weitem sichtbar

Gegen 23.30 Uhr gingen bei den Einsatzkräften mehrere Notrufe ein. Bereits auf der Anfahrt war der Feuerschein kilometerweit sichtbar. Als die ersten Feuerwehren am Bauernhof eintrafen, standen ein Wirtschaftsgebäude und ein Stall bereits in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch aus und griffen durch enorme Hitze sowie starken Funkenflug auch auf Teile des Wohnhauses über. 

Sogar Bereiche des Dachstuhls gerieten in Brand. Aufgrund der dramatischen Lage löste die Einsatzleitung noch in der Anfangsphase Alarmstufe vier, die höchste Alarmstufe, aus.

Zahlreiche Tiere sterben im Feuer

Besonders tragisch: Viele Tiere konnten nicht mehr rechtzeitig gerettet werden. Vor allem Kühe und Kälber verendeten in den Flammen, nachdem sich das Feuer rasend schnell durch den Stall ausbreitete. Einige Tiere schafften es nicht mehr ins Freie. 

Dem Besitzer gelang es allerdings noch, mehrere Kühe und Kälber aus dem Stall zu treiben und in Sicherheit zu bringen. Wie viele Tiere insgesamt ums Leben kamen, war zunächst noch unklar. Die genaue Zahl der verendeten Tiere stand am Freitagvormittag noch nicht fest.

Großeinsatz mit 180 Kräften

Nach dem ersten Alarm wurden laufend weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Insgesamt standen zehn Feuerwehren mit rund 180 Feuerwehrleuten, Rettungskräften und Polizisten im Einsatz. Zur Unterstützung rückten mehrere Großtanklöschfahrzeuge sowie ein Hubrettungsgerät an. Die Feuerwehr startete einen umfassenden Löschangriff von mehreren Seiten gleichzeitig. Besonders herausfordernd war die Versorgung mit Löschwasser. 

Ein Teil des Wassers musste im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen transportiert werden. Zusätzlich nutzten die Einsatzkräfte einen nahegelegenen Bach als Wasserquelle. Mit schwerem Gerät wurde später das Brandgut auseinandergezogen, um versteckte Glutnester gezielt bekämpfen zu können.

Nachlöscharbeiten bis Freitagvormittag

Einige Feuerwehren konnten nach mehreren Stunden wieder abrücken. Die Nachlöscharbeiten dauern jedoch bis in den Freitagvormittag an. Immer wieder mussten Einsatzkräfte kleinere Glutnester löschen und die beschädigten Gebäude absichern. Der Bauernhof wurde durch das Feuer schwer beschädigt. Vor allem die Wirtschafts- und Stallgebäude brannten nahezu vollständig aus.

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