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Symbolbild einer Laboruntersuchung auf Legionellen mit Reagenzgläsern
Nach dem Tod einer 82-jährigen Frau im Landesklinikum Amstetten untersuchen die Behörden Wasserproben auf Legionellen.
Nach dem Tod einer 82-jährigen Frau im Landesklinikum Amstetten untersuchen die Behörden Wasserproben auf Legionellen.
KI-generiert/dall.e/Marcel Toifl

Amstetten: Frau nach Legionellen-Infektion verstorben

08.09.2026 um 16:32, Marcel Toifl
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Eine 82-jährige Frau ist im Landesklinikum Amstetten an einer Legionellen-Infektion gestorben. Die Behörden vermuten die Ansteckungsquelle in der Wohnung.

Eine 82-jährige Frau, die in der Vorwoche mit einer schweren Legionelleninfektion in das Landesklinikum Amstetten eingeliefert worden war, ist gestorben. Die Bezirkshauptmannschaft Amstetten bestätigte den Todesfall der Seniorin am Dienstag. Während die genaue Ursache wissenschaftlich untersucht wird, gehen die Behörden von einer Ansteckung im privaten Umfeld aus.

Infektionsquelle in der eigenen Wohnung vermutet

Die Verstorbene bewohnte eine eigene Wohneinheit innerhalb einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Nach dem Bekanntwerden des Falls leiteten die Gesundheitsbehörden umgehend Untersuchungen ein, um die Infektionsquelle zu bestimmen. Erste Ergebnisse der Wasserproben stehen zwar noch aus, die Erhebungen der Bezirkshauptmannschaft deuten jedoch auf ein lokales Geschehen hin.

Die wichtigsten Fakten zum Ermittlungsstand im Überblick:

  • Ansteckungsort: Die Behörden gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass sich die Frau in ihrer eigenen Wohnung infiziert hat.
  • Überprüfung der Einrichtung: Sämtliche anderen Einheiten des betreuten Wohnens wurden untersucht und wiesen keine Auffälligkeiten auf.
  • Wasserproben: Entnommene Wasserproben werden derzeit im Labor detailliert ausgewertet.

Keine weiteren Fälle im Bezirk – Vergleich mit Ausbruch in Linz

Laut Auskunft der Bezirkshauptmannschaft Amstetten gibt es aktuell keine weiteren gemeldeten Legionellen-Infektionen im gesamten Bezirk. Der Fall im Mostviertel sorgte für besondere Aufmerksamkeit, da im Großraum Linz zuvor ein größerer Legionellenausbruch verzeichnet worden war, bei dem 32 Personen erkrankten und drei Patienten starben.

Ein Blick auf die Infektionszahlen zeigt, dass Legionellenerkrankungen in der Region regelmäßig vorkommen:

  • Niederösterreich 2026: Im heurigen Jahr wurden in Niederösterreich bislang 38 beziehungsweise 39 Fälle registriert.
  • Niederösterreich Vorjahre: Im Jahr 2025 wurden im Bundesland 74 Erkrankungen gezählt, 2024 waren es insgesamt 63 Fälle.
  • Österreichweit 2025: Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) wurden im Vorjahr österreichweit 419 Fälle gemeldet.

Hintergrund: Wie Legionellen entstehen

Legionellen sind Bakterien, die beim Menschen schwere Lungenentzündungen verursachen können. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch das Einatmen zerstäubter Wassertröpfchen, etwa beim Duschen. Legionellen vermehren sich bevorzugt in stehenden oder nur schwach durchströmten Warmwassersystemen, insbesondere bei Temperaturen zwischen 25 °C und 45 °C. Bei Temperaturen über 60 °C sterben Legionellen rasch ab.

Ein erhöhtes Risiko besteht laut Sicherheitshinweisen der AGES überall dort, wo Wasserleitungen selten genutzt werden oder das Warmwasser im System nicht ausreichend erhitzt wird.

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