Photovoltaik-Anlagen auf Dächern: Stadt und KDSG sind Vorreiter

In der Präsentation des Leitfadens zur Photovoltaik in Kärnten haben die Energiereferentin und der Raumordnungsreferent des Landes Kärnten eine einheitliche Linie vorgegeben: Dächer, Fassaden und andere bestehende Infrastruktur sollen mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Freiflächen jedoch nicht. Bezug nehmend auf den Klima- und Umweltschutzreferenten der Stadt, Vizebürgermeister Alois Dolinar, wird dieser Leitfaden des Landes von der Stadt und Klagenfurt Dachstrom GmbH (KDSG) unterstützt. Das Projekt wird bereits jetzt umgesetzt, der Baubeginn ist für Ende 2022 geplant: das Beispiel dafür ist die Errichtung eines Daches aus Photovoltaik-Paneelen auf der zehn Hektar großen Fläche der ehemaligen Hausmülldeponie Hörtendorf. Dieses Smart City Projekt kann Schätzungen zufolge sauberen Sonnenstrom für etwa 3.000 Klagenfurter Haushalte liefern!
Die Stadtwerke haben für die Installierung von PV-Dachanlagen in der Stadt eine Partnerschaft mit der Klagenfurter Firma „Photovoltaic Installations“ (PVI GmbH) abgeschlossen. „Die Stadtwerke Klagenfurt haben mit der Dachstrom GmbH ein Modell entwickelt, damit Städte, aber auch Gemeinden, an einer nachhaltigen Energiezukunft mitverdienen können. Für die Landeshauptstadt Klagenfurt produziert die KDSG nun umweltfreundlichen Strom.

Zukunftsweisend

Noch in diesem Jahr werden bei 59 Objekten auf einer Dachfläche von 41.500 Quadratmetern PV-Anlagen installiert. Das entspricht einer Versorgung von circa 1.000 Klagenfurter Haushalten. Die ersten Objektadressen in der Völkermarkter Straße, Rosenbergstraße und Steingasse gehen noch im Juli in Betrieb. Auch im nächsten Jahr sind schon 26 PV-Projekte in der Pipeline. Insgesamt werden 2022 fast 33.000 Quadratmeter städtische Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Das erhöht den Versorgungsanteil auf etwa 1.700 Haushalte. Bis 2030 sollen weitere 61 Objekte Grünen Strom liefern. Dann können schon über 3.200 Haushalte in Klagenfurt mit lokal erzeugtem PV-Strom versorgt werden und damit einen großen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten.

Autor: Pia Kulmesch, 23.07.2021